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/ 04.06.2013
Reinhard Bartholomäi

Sustainable Development und Völkerrecht. Nachhaltige Entwicklung und integrative Gerechtigkeit in der Staatenpraxis

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997 (Gießener Abhandlungen zum Umweltrecht 2); 341 S.; brosch., 89,- DM; ISBN 3-7890-5163-2
Rechtswiss. Diss. Gießen. - Nachdem "sustainable development" in den internationalen Umwelt- und Entwicklungsdebatten bereits zur feststehenden Vokabel geworden ist, hat der Begriff auch ins Völkerrecht Einzug gehalten, ohne daß jedoch eine feststehende und vor allem völkerrechtlich verwertbare Inhaltsbestimmung des Konzepts existieren würde. Diesem Projekt widmet sich Bartholomäi. Für verschiedene Teilaspekte dokumentiert er zumindest stichwortartig die Staatenpraxis aller 196 Staaten, erörtert internationale Vereinbarungen und Verträge und fragt, inwieweit bereits ein gemeinsamer Grundkonsens über die Inhalte der nachhaltigen Entwicklung existiert. Im Ergebnis zeigt sich, daß sich in der Staatenpraxis weitestgehend ein Verständnis durchgesetzt hat, das der bekannten - in der Wissenschaft teilweise jedoch umstrittenen - Brundtland-Definition von "sustainable development" folgt. Inhaltsübersicht: 1. Die globale Umwelt- und Entwicklungskrise und ihre Ursachen; 2. Lösungswege aus der Umwelt- und Entwicklungskrise; 3. Intergenerative Gerechtigkeit; 4. Das Integrationsprinzip; 5. Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen; 6. Intragenerative internationale Gerechtigkeit; 7. Resümee zu nachhaltiger Entwicklung und intergenerativer Gerechtigkeit in der Staatenpraxis.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.14.454.44 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Reinhard Bartholomäi: Sustainable Development und Völkerrecht. Baden-Baden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5964-sustainable-development-und-voelkerrecht_8117, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8117 Rezension drucken
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