/ 05.06.2013
Hans-Jürgen Lange (Hrsg.)
Staat, Demokratie und Innere Sicherheit in Deutschland
Opladen: Leske + Budrich 2000 (Reihe Studien zur Inneren Sicherheit 1); 436 S.; 64,- DM; ISBN 3-8100-2267-5Es handelt sich um den ersten Band der Buchpublikationen des "Interdisziplinären Arbeitskreises Innere Sicherheit" (AKIS), der 1996 von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem ersten Workshop der "Ad-hoc-Gruppe Politikforschung Innere Sicherheit" der DVPW ins Leben gerufen wurde. Die Reihe verfolgt das Ziel, aus interdisziplinärer Sicht die "unterschiedlichen Facetten der 'Inneren Sicherheit' aufzuarbeiten" (7). Die Bände stellen keine Tagungsdokumente dar, sondern strukturierte Sammelbände, denen ein eingehender Abstimmungs- und Diskussionsprozeß auf den Workshops des Arbeitskreises vorausgeht.
Inhalt: I. Historische Entwicklung: Albrecht Funk: Die Entstehung der Exekutivpolizei im Kaiserreich (11-27); Peter Leßmann-Faust: Weimarer Republik: Polizei im demokratischen Rechtsstaat am Beispiel Preußens (29-50); Peter Nitschke: Polizei im NS-System (51-63). II. Nachkriegszeit: Herbert Reinke / Gerhard Fürmetz: Polizei-Politik in Deutschland unter alliierter Besatzung (67-86). III. DDR: Thomas Lindenberger: Öffentliche Polizei im Staatssozialismus: Die Deutsche Volkspolizei (89-110); Jens Gieseke: Das Ministerium für Staatssicherheit - ein Kapitel deutscher Polizeigeschichte? (111-128). IV. Bundesrepublik Deutschland: 1. Institutionelle Entwicklungen: Reinhard Haselow / Stefan Noethen / Klaus Weinhauer: Die Entwicklung der Länderpolizeien (131-150); Hans Lisken / Hans-Jürgen Lange: Die Polizeien des Bundes (151-166); Michael Ostheimer / Hans-Jürgen Lange: Die Inlandsnachrichtendienste des Bundes und der Länder (167-186); Erich Schmidt-Eenboom: Der innenpolitische Einfluß des Bundesnachrichtendienstes (187-201). 2. Polizeiliche Selbstverständnisse: Martin Winter: Polizeiphilosophie und Protest policing in der Bundesrepublik Deutschland - von 1960 bis zur deutschen Einheit 1990 (203-220); Rafael Behr: Paradoxien gegenwärtiger Polizeiarbeit in Deutschland: Zwischen "Smooth-Policing" und "Knüppel-aus-dem-Sack" (221-234). 3. Entscheidungsprozesse und demokratische Kontrolle: Hans-Jürgen Lange: Innere Sicherheit als Netzwerk (235-255); Alexander Hirsch: Wer überwacht die Wächter? Nachrichtendienste im rechtsstaatlichen Kontrollgefüge (257-273); Norbert Pütter: Föderalismus und Innere Sicherheit. Die Innenministerkonferenz zwischen exekutivischer Politik und politisierter Exekutive (275-289). 4. Europäisierung der Inneren Sicherheit: Albrecht Funk: Das deutsche System der Inneren Sicherheit im Prozeß der Europäisierung (291-309); Andreas Maurer / Jörg Monar: Parlamentarische Kontrolle und Innere Sicherheit im Prozeß der Europäisierung (311-331). V. Wandlungsprozesse von Staatlichkeit und Innerer Sicherheit in Deutschland: Christoph Gusy / Gerhard Nitz: Vom Legitimationswandel staatlicher Sicherheitsfunktionen (335-354); Martin Kutscha: Innere Sicherheit und informelle Selbstbestimmung (355-368); Rainer Prätorius: Leitideen in der institutionellen Ausdifferenzierung der Inneren Sicherheit (369-383); Hubert Beste: Kommodifizierte Sicherheit. Profitorientierte Sicherheitsunternehmen als Raumpolizei (385-400); Hans Peter Bull: Politische Steuerung im Politikfeld Innere Sicherheit (401-414).
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.3 | 2.32 | 2.343 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Hans-Jürgen Lange (Hrsg.): Staat, Demokratie und Innere Sicherheit in Deutschland Opladen: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8454-staat-demokratie-und-innere-sicherheit-in-deutschland_11144, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11144
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Dipl.-Politologe.
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