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/ 03.06.2013
Martin Hollis

Soziales Handeln. Eine Einführung in die Philosophie der Sozialwissenschaft. Aus dem Englischen übersetzt von Joachim Schulte

Berlin: Akademie Verlag 1995 (Edition Philosophie); 347 S.; 38,- DM; ISBN 3-05-002844-0
Spannend zu lesen, mit hintergründigem Humor geschrieben, hoch informativ, problemorientiert - das klingt nicht gerade nach einem methodologischen Werk. Und doch kennzeichnet es die Einführung in Methoden, Grundbegriffe und analytische Modelle der Sozialwissenschaften des englischen Philosophen Martin Hollis. Das Buch behandelt die für die "Philosophie der Sozialwissenschaften" leitende Grundfrage, ob, wie und in welchen Grenzen diese soziales Handeln erklären und/oder verstehen könne. Unterschieden werden holistische und individualistische Ansätze; im einzelnen behandelt werden wissenschafts- und erkenntnistheoretische Grundfragen (Deduktion - Induktion; Problem der Wertfreiheit, Positivismus u. a.) und unterschiedliche sozialwissenschaftliche Analyseansätze (Spieltheorien; Systemtheorie; hermeneutische und psychologische Theorieansätze u. a.). Dem Buch ist ein Stammplatz auf Literaturlisten von einführenden Lehrveranstaltungen auch der Politikwissenschaft zu wünschen.
Klaus Dicke (KD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.25.1 Empfohlene Zitierweise: Klaus Dicke, Rezension zu: Martin Hollis: Soziales Handeln. Berlin: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/854-soziales-handeln_732, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 732 Rezension drucken
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