/ 18.06.2013
Hans Christoph Timm
Solidarität unter Egoisten? Die Legitimation sozialer Gerechtigkeit im liberalen Staat
Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2004 (Schriften zur politischen Theorie 2); IX, 214 S.; 78,- €; ISBN 3-8300-1283-7Diss. Freiburg i. Br.; Gutachterin: G. Riescher. - Inwieweit ist das Menschenbild des liberalen Staates, der Nutzen maximierende homo oeconomicus, tatsächlich unvereinbar mit der Idee des umverteilenden Sozialstaats? Zur Klärung dieser Frage analysiert der Autor die Aussagen zentraler liberaler Autoren zum Thema „soziale Gerechtigkeit“. Betrachtet werden von Hayek, Buchanan, Nozick, Rawls, Ackerman und Kersting. Auf der Grundlage dieser Ausführungen entwickelt Timm einen eigenen theoretischen Ansatz, den er als „liberale Theorie sozialer Gerechtigkeit“ bezeichnet. Dabei zeigt er unter anderem, dass ein garantiertes Existenzminimum als ökonomisch rationaler Schutz des Einzelnen vor Marktversagen auch innerhalb liberaler Konzepte begründbar ist, ohne dass dies jedoch umfangreiche Umverteilungsansprüche an den Sozialstaat im Sinne von umfassenden Grundrechten auf Arbeit, Wohnung usw. legitimiere.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.42 | 5.43
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Hans Christoph Timm: Solidarität unter Egoisten? Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20469-solidaritaet-unter-egoisten_23861, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23861
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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