/ 19.06.2013
Eric Frey
Schwarzbuch USA
Frankfurt a. M.: Eichborn 2004; 496 S.; geb., 24,90 €; ISBN 3-8218-5574-6Nach einem Schwarzbuch des Kommunismus und einem Schwarzbuch des Kapitalismus folgt nun ein Schwarzbuch über die Vereinigten Staaten von Amerika. Was auf den ersten Blick eine bloße Anprangerung zu sein scheint, ist jedoch bei näherer Betrachtung ein ausführlich und präzise erforschtes Buch über die (Un-)Taten der USA. Frey beginnt bei der Vernichtung der indianischen Ureinwohner der so genannten Neuen Welt und endet bei einem sehr aktuellen Thema US-amerikanischer Außenpolitik: dem Krieg in der Wüste des Iraks. Der Autor zeigt sich als Kenner von ökonomischen und politischen Prozessen innerhalb der Vereinigten Staaten und erläutert anschaulich und exakt deren Beginn, Verlauf und Ausgang sowie mögliche Alternativen. Frey verdeutlicht die wirtschaftlichen Ambitionen der US-Außenpolitik und weist auf deren Auswirkungen hin, denn die „Hartherzigkeit amerikanischer Politik zeigt sich auch bei der Verteilung der Entwicklungsgelder" (371). Außerdem beleuchtet der Autor die Problematik der Armut in den USA, denn „nirgendwo ist die Ungleichheit so ausgeprägt" (221). Bei aller vorausgegangener Kritik schließt Frey mit einem recht positiven Fazit und attestiert den Vereinigten Staaten, dass sie in der Vergangenheit mehrfach ihre Fähigkeit zur Selbstkorrektur bewiesen haben.
Peter Rötzel (PR)
Student, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und FernUniversität Hagen.
Rubrizierung: 2.64 | 4.22 | 2.23 | 2.26
Empfohlene Zitierweise: Peter Rötzel, Rezension zu: Eric Frey: Schwarzbuch USA Frankfurt a. M.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20833-schwarzbuch-usa_24291, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24291
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Student, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und FernUniversität Hagen.
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