/ 20.06.2013
Ewelina Hilger
Präemption und humanitäre Intervention - gerechte Kriege?
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2005 (Internationale Sicherheit 4); 161 S.; brosch., 34,- €; ISBN 3-631-53043-9Die Autorin untersucht die Frage nach dem Wesen des „gerechten Krieges“ in Bezug auf „präemptive Kriege“ und humanitäre Interventionen, um diese zu vergleichen. Dabei unterscheidet sie zunächst begrifflich zwischen „präemptiv“ und „präventiv“. Hierbei bezieht sie eine ähnliche inhaltliche Position wie die neokonservativen Kreise der Konrad-Adenauer-Stiftung, welche Züge einer Apologetik der US-Außenpolitik enthält. Neben aktuell-politischen und zeitgeschichtlichen Kurzuntersuchungen (z. B. Golf-Kriege, Kosovo, Sechs-Tagekrieg) bildet die „Doktrin des gerechten Krieges“ (63 ff.) und die „Theorie des gerechten Krieges“ (113 ff.) den Kernpunkt der Darstellung. Dabei bezieht sie sich auf aktuelle politikwissenschaftliche und völkerrechtliche Literatur, ohne auf die ideengeschichtliche Entwicklung des gerechten Krieges einzugehen. Aufgrund der Kürze des Werkes wird dem Leser jedoch ein gut gegliederter Überblick über das Thema geboten.
Manutscher Saba (MS)
M. A., Lehrbeauftragter, Seminar für Politische Wissenschaft, Universität Bonn.
Rubrizierung: 4.41 | 4.1
Empfohlene Zitierweise: Manutscher Saba, Rezension zu: Ewelina Hilger: Präemption und humanitäre Intervention - gerechte Kriege? Frankfurt a. M. u. a.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24141-praeemption-und-humanitaere-intervention---gerechte-kriege_27809, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27809
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M. A., Lehrbeauftragter, Seminar für Politische Wissenschaft, Universität Bonn.
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