/ 20.06.2013
Siegfried Schumann (Hrsg.)
Persönlichkeit. Eine vergessene Größe der empirischen Sozialforschung
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 397 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 3-531-14459-6Persönlichkeit dürfe nicht länger als Einflussgröße der empirischen Sozialforschung vernachlässigt werden – manche Forschungsfrage lasse sich besser beantworten, wenn auch „Elemente der Kernpersönlichkeit“ (7) in die Analysemodelle einbezogen würden, schreibt Jürgen W. Falter im Vorwort des Readers. Das Buch stellt das Ergebnis eines von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten interdisziplinär angelegten Forschungsprojektes dar. Darin ging es um die Frage, „inwieweit Persönlichkeitseigenschaften in diversen thematischen Bereichen der empirischen Sozialforschung als erklärende Variablen herangezogen werden können“ (13). In 18 Beiträgen analysieren 22 Autorinnen und Autoren die Stellung von Persönlichkeitseigenschaften in zentralen Forschungsgebieten wie beispielsweise der Wahl- und Einstellungsforschung, der Werte-, Religiositäts-, Rechtsextremismus- und der Autoritarismusforschung. Ein Ergebnis der Studie lautet, dass Persönlichkeitseigenschaften in die vorhandenen theoretischen Ansätze der empirischen sozialwissenschaftlichen Forschung integrierbar sind und eine erhebliche „Erklärungskraft“ (14) besitzen. Beide Autoren sind am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz tätig.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.2 | 2.22 | 2.23 | 2.332 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Siegfried Schumann (Hrsg.): Persönlichkeit. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24555-persoenlichkeit_28358, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28358
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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