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/ 21.06.2013
Andreas Weigl

Migration und Integration. Eine widersprüchliche Geschichte

Innsbruck/Wien/Bozen: Studien Verlag 2009 (Österreich – Zweite Republik 20); 118 S.; 9,90 €; ISBN 978-3-7065-4242-5
Der Historiker Weigl legt eine kompakte Überblicksdarstellung zur österreichischen Migrationsgeschichte vor. Es geht ihm darum, auf der Grundlage demografischer und wirtschaftshistorischer Daten die „langen Linien“ (13) des Migrations- und Integrationsgeschehens für den Zeitraum von 1945 bis 2005 nachzuzeichnen. Eine ungleichförmige Entwicklung, geprägt von räumlichen und zeitlichen Schwerpunkten, von Zwangswanderungen, Flüchtlingsströmen und Arbeitsmigration mit unterschiedlichen Rück- und Abwanderungswellen sowie „das vergleichsweise unterentwickelte Image als Wirtschaftsstandort trugen dazu bei, dass Österreich lange Zeit weder seinem Selbstverständnis nach noch im Ausland als Einwanderungsland wahrgenommen wurde“ (21), schreibt Weigl. Daran habe auch die seit den 90er-Jahren gesetzlich verankerte jährliche Zuwanderungsquote nichts geändert. Dennoch bescheinigt er der österreichischen Gesellschaft, „trotz einer gewissen xenophoben Latenz“ in der langfristigen Perspektive eine „nicht unerhebliche Integrationskraft“ (97), die er insbesondere auf die Elemente der „Erfolgsstory der Zweiten Republik“ (98), Sozialstaat und sozialer Friede, zurückführt.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.42.2632.23 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Andreas Weigl: Migration und Integration. Innsbruck/Wien/Bozen: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26339-migration-und-integration_30681, veröffentlicht am 19.08.2009. Buch-Nr.: 30681 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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