/ 20.06.2013
Matthias Koenig
Menschenrechte
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2005 (Campus Einführungen); 168 S.; kart., 12,90 €; ISBN 3-593-37186-3Der Bamberger Soziologe ergänzt die schon mehr als 50 Bände umfassende Einführungsreihe um eines der wichtigsten Schlagworte der Gegenwart. Unter weitgehender Meidung von Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie zielt Koenig auf „Einsichten in die gesellschaftlichen Bedingungen der Menschenrechte, die Formen ihrer Institutionalisierung und die Folgen für soziale Beziehungen“ (12). In getrennten Abschnitten behandelt er im ersten Kapitel die Ideen- und die Sozialgeschichte der Menschenrechtsidee vom ausgehenden Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Ausführlicher – und vom Autor auch als Schwerpunkt verstanden - geht es im zweiten Kapitel um die „Menschenrechte in der Weltgesellschaft“. Koenigs Hauptaugenmerk liegt auf den vielfältigen internationalen Institutionen und ihrer Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Insbesondere die erläuterte Spannung zwischen Weltbürgerschaft und Staatsbürgerschaft leitet zu den „Kontroversen im globalen Menschenrechtsdiskurs“ des letzten Kapitels über. Gehalt, Begründbarkeit und interkulturelle Geltung werden vom Autor wiederum stark vor dem Hintergrund internationaler Politik diskutiert. Der durchgängige IB-Schwerpunkt macht die Einführung für die Politikwissenschaft sicherlich attraktiv – nicht zuletzt auch, weil der Autor sich nicht auf sie beschränkt. Die ausführliche Einarbeitung der Forschungsliteratur und das Glossar ermöglichen darüber hinaus das leichte Weiterarbeiten mit dem Thema.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 4.42 | 4.1 | 4.3
Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Matthias Koenig: Menschenrechte Frankfurt a. M./New York: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23610-menschenrechte_27117, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27117
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Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
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