/ 20.06.2013
Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
Memorandum 2005. Sozialstaat statt Konzern-Gesellschaft
Köln: PapyRossa Verlag 2005 (Neue Kleine Bibliothek 106); 250 S.; 16,50 €; ISBN 3-89438-324-0Das jährliche Memorandum der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ist mittlerweile eine wohl etablierte Stimme der Kritik. Sie hebt sich deutlich von dem Mainstream der angebotsorientierten Marktwirtschaftslehre ab, die nach wie vor die einschlägige politische Debatte, aber auch mehrheitlich die von den Medien transportierte Sicht der ökonomischen Probleme Deutschlands bestimmt. Das jetzt vorgelegte Memorandum 2005 – übrigens seit 1975 das dreißigste – greift neben der Diskussion der Ursachen der massiven Binnenmarktschwäche und den darauf bezogenen Forderungen nach einer expansiven Finanzpolitik zwei aktuelle Themen gesondert auf. Dazu gehört zum einen eine scharfe Auseinandersetzung mit den so genannten „Hartz-Reformen“, die „per Saldo keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern durch Kürzung kaufkraftwirksamer Sozialleistungen dazu beitragen, Arbeitsplätze zu vernichten“ (17). Zum anderen wird die Rolle der EU kritisch beleuchtet – sowohl hinsichtlich der Strukturfondsförderung in den neuen Bundesländern als auch mit Blick auf die durch die EU entschieden verfolgte Politik von Marktliberalisierung und Deregulierung.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.342 | 2.343 | 2.331 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: Memorandum 2005. Köln: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23554-memorandum-2005_27042, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27042
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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