/ 17.06.2013
Quentin Skinner
Machiavelli zur Einführung. Aus dem Englischen von Martin Suhr
Hamburg: Junius 2001 (Zur Einführung 250); 142 S.; 3. Aufl.; brosch., 11,50 €; ISBN 3-88506-350-"Das Geschäft des Historikers ist es [...] nicht, zu richten, sondern zu berichten. Dementsprechend habe ich mich [...] bemüht, nichts anderes zu tun, als die Vergangenheit wieder zu entdecken und der Gegenwart vor Augen zu stellen, ohne den Versuch zu machen, die begrenzten und anfechtbaren Maßstäbe der Gegenwart zu Lob und Tadel der Vergangenheit zu verwenden." (131) Skinner will Machiavelli aus seiner Zeit heraus darstellen. Daher überwiegt im Text die historisch-biographische Darstellung zwar über die systematisch-theoretischen Teile, die letzteren werden aber gerade über die ersteren erschlossen. In dieser Sichtweise interpretiert Skinner Machiavellis Schriften als Reaktionen auf konkrete historische Situationen, nicht als freischwebende Theorien. Als Ergebnis erscheint der Florentiner Politiker und Schriftsteller als ein Exponent einer ausgeprägten humanistischen Tradition des klassischen Republikanismus.
Inhalt: 1. Der Diplomat: Der humanistische Hintergrund; Die diplomatischen Gesandtschaften; Die Lehren der Diplomatie. 2. Der Fürstenberater: Der florentinische Kontext; Das klassische Erbe; Die machiavellische Revolution; Die neue Moralität. 3. Der Philosoph der Freiheit: Die Mittel zur Größe; Die Gesetze und die Herrschaft; Die Verhinderung der Sittenverderbnis; Die Ausdehnung der Macht. 4. Der Historiker der Stadt Florenz: Der Zweck der Geschichtsschreibung; Niedergang und Zusammenbruch von Florenz; Das endgültige Scheitern.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.32
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Quentin Skinner: Machiavelli zur Einführung. Hamburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16928-machiavelli-zur-einfuehrung_19448, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19448
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Dr., Politikwissenschaftler.
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