/ 20.06.2013
Martin Sabrow (Hrsg.)
Kulturen im Konflikt. Die Wiederkehr der Ost-West-Konfrontation
Leipzig: Akademische Verlagsanstalt 2005 (Helmstedter Colloquien 7); 96 S.; brosch., 13,- €; ISBN 978-3-931982-42-3Auf den hier dokumentierten 10. Helmstedter Universitätstagen 2004 ging es „um eine historische Standortbestimmung an der Schnittstelle zweier globaler Konfliktlagen“ (7), dem Ende des Kalten Krieges 1989/90 und dem mit dem 11. September 2001 sichtbar gewordene Charakter neuer Weltkonflikte. Sabrow setzt sich einleitend mit der These auseinander, der Ost-West-Konflikt habe einen tiefgreifenden Wandel vom System- zum Kulturenkonflikt vollzogen. Wie wenig sich Kulturen als handelnde Einheiten verstehen lassen, zeigt Steinbach am Beispiel des Islams und Islamismus. In den beiden weiteren Beiträgen geht es um die Identität Europas mit besonderem Bezug auf die ostmitteleuropäischen Länder (Schmale) und um die Merkmale „der jüngeren Formen des Terrorismus als einer politisch-militärischen Strategie“ (Münkler, 78). Als Schutz „für moderne Gesellschaften“ sieht Münkler drei „Verteidigungslinien“ (94): Eine sichtbare Polizeipräsenz, den Einsatz militärischer Spezialeinheiten und „eine ‚heroische Gelassenheit’ der Bevölkerung postheroischer Gesellschaften, um so die Paradoxie zu bezeichnen, die hier als Antwort vorgeschlagen wird.“ (96)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.1 | 4.41 | 3.1
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Martin Sabrow (Hrsg.): Kulturen im Konflikt. Leipzig: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21835-kulturen-im-konflikt_31099, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31099
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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