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/ 17.06.2013
Mathias Wiards

Krise im Realsozialismus. Die Politische Ökonomie der DDR in den 80er Jahren

Hamburg: Argument 2001 (Argument Sonderband N. F. 287); 268 S.; 17,90 €; ISBN 3-88619-287-3
Die Krise und der Zusammenbruch der realsozialistischen DDR-Ökonomie der 80er-Jahre werden - so der Ausgangspunkt der Arbeit - üblicherweise als Versagen nach kapitalistischen Gesichtspunkten bestimmt, wenn beispielsweise von zu geringen Unternehmensgewinnen die Rede ist. Eine solche Herangehensweise werde aber dem spezifischen Charakter der DDR-Wirtschaft nicht gerecht. Diese sei durch einen "Hybridcharakter" gekennzeichnet gewesen, d. h., dass sie als nichtkapitalistische Wirtschaftsweise kapitalistische Elemente enthielt. Die Arbeit untersucht, nach welchen nichtkapitalistischen Maßstäben man die realsozialistische Krise angemessenerweise bestimmen kann und analysiert dabei vor allem die wechselseitige Verklammerung dieses Hybridcharakters der DDR-Wirtschaft mit den ökonomischen Problemen. Inhaltsübersicht: Probleme der DDR-Forschung; Die gesellschaftliche Bedingtheit ökonomischer Krisen: Kapitalismus und Planwirtschaft; Grundzüge der Planwirtschaft in der DDR; Krisenerscheinungen und Krisenreaktionen der Partei- und Staatsführung; Marxistisch-leninistische Ideologie und realsozialistische Herrschaftsform.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Mathias Wiards: Krise im Realsozialismus. Hamburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16115-krise-im-realsozialismus_18467, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18467 Rezension drucken
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