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/ 05.06.2013
Kurt Imhof / Peter Schulz (Hrsg.)

Kommunikation und Revolution

Zürich: Seismo 1998 (Reihe "Mediensymposium Luzern" 3); 494 S.; 86,- DM; ISBN 3-908239-62-1
Dritter Band der Buchreihe zum "Mediensymposium Luzern", das alljährlich in der Schweizer Kantonshauptstadt stattfindet (der nächste Band wird "Die Veröffentlichung des Privaten – die Privatisierung der Öffentlichkeit" zum Thema haben). Die Beiträge basieren auf den bei der Veranstaltung diskutierten und überarbeiteten Vorträgen. Die Herausgeber sehen das Themenfeld "Kommunikation und Revolution" "wie kaum ein anderes an der Schnittstelle der zwei zentralen Fragen der Öffentlichkeitsforschung, bzw. der sozial- und geisteswissenschaftlichen Medien- und Kommunikationsforschung [...]: Kommunikation und Revolution rekurriert sowohl auf den 'Strukturwandel der Öffentlichkeit' als auch auf den sozialen Wandel moderner Gesellschaften in Gestalt von Revolutionen, Krisen, Umbrüchen, Zäsuren, Epochenenden und –anfängen" (13). Inhalt: Kurt Imhof / Peter Schulz: Einleitung: Kommunikation und Revolution (9-14). 1. Expansion der Kommunikatoren und Verdichtung der Kommunikation: Jörg Requate: Medien und Öffentlichkeitsstrukturen in revolutionären Umbrüchen: Konstanten und Veränderungen zwischen der Französischen Revolution und dem Umbruch von 1989 (17-34); Holger Böning: Die Einbeziehung des "Volkes" in die öffentliche Kommunikation am Ende des 18. Jahrhunderts (35-45); Roger Blum: Mediale und interpersonale Kommunikation während der Basler Revolution von 1798 (47-55); Ulla Wischermann: Frauenbewegung und Öffentlichkeit vor und während der deutschen Revolution von 1848 (57-74); Thomas Christian Müller: "Also das Übel liegt tiefer". Die Pressepolitik im Deutschen Bund und die Exilliteratur aus der Schweiz im Vorfeld der Revolution von 1848 (75-93); Rudolf Stöber: Vom Vormärz zur "Revolution": Die Verdichtung der Kommunikation in einem deutschen Kleinstaat (95-107); Gabriele Mischke / Josef Seethaler: Medien und politisches System in der "österreichischen Revolution" 1918/20 (109-129); Elisabeth Klaus: Öffentlichkeit als gesellschaftlicher Selbstverständigungsprozeß (131-149). 2. Symbole der Macht, Symbole der Gegenmacht und revolutionäres Charisma: Christoph Guggenbühl: "Redewut" und "Presseflut". Kommunikationsstrukturen in der helvetischen Revolution (153-170); Christoph Jahr: Armageddon an der Isar. Medien, Macht und Massenmobilisierung während der Revolution in Bayern 1918/19 (171-200). 3. Konfliktdynamik und Massenmobilisierung: Jürgen Wilke: Von der Latenz zur Manifestation. Vorschlag zu einer Zwei-Phasen-Theorie des Ausbruchs von Revolutionen (203-223); Armin Triebel: Der innere Feind. Revolution und öffentliche Kommunikation an der deutschen "Heimatfront" im Ersten Weltkrieg (225-244); Markus Behmer: Pressekampf im roten München. Kommunikationspolitik und Öffentlichkeit der Revolutionszeit 1918/19 (245-261); Pietro Morandi: Die ordnungspolitische Gegenrevolution in der DDR der 60er Jahre. Die Absage an den Militarismus und die Verwirtschaftlichung der nationalen Mission der DDR (263-283); Dieter Rucht: 1968 und 1989: Wendepunkte der Protestgeschichte Deutschlands? (285-310). 4. Vergangenheit in der Gegenwart: Die Politisierung der Geschichte: Alexander Schmidt-Gernig: Die Nation als Utopie. Zu den strukturellen Analogien zwischen literarisch-politischer Utopie und moderner Nation als "gedachten Ordnungen" im Kontext der Französischen Revolution (313-333); Jürgen Michael Schulz: Die "Nationalsozialistische Revolution" (335-357); Árpád von Klimó: Kampf um die nationale Geschichte. Auseinandersetzungen zwischen Kirchen und Kommunistischen Parteien in Ungarn und in der SBZ (1945-48/49) (359-389). 5. Der deutsch-deutsche Umbruch: Hans Mathias Kepplinger: Motor oder Bremse? Die Rolle der Medien auf dem Weg zur Einheit (393-415); Michael Schenk / Patrick Rössler: Deutschland, Deutschland über alles. Massenkommunikation, interpersonale Kommunikation und Medienwirkungen während der deutschen Wiedervereinigung (417-434); Bernd Lindner: Der Herbst '89 in der DDR und die Kommunikationsstrukturen der Straße (435-452); Helmut Scherer: Neue Kräfte und neue Akteure. Neue politische Kräfte und die Veränderungen im Mediensystem in Leipzig während des Umbruchs (453-468). 6. Globalisierung und Kommunikationsrevolution: Stefan Müller-Doohm: Medienkultur und Globalität (471-485).
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.222.252.312.3332.42.52.325 Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Kurt Imhof / Peter Schulz (Hrsg.): Kommunikation und Revolution Zürich: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7045-kommunikation-und-revolution_9431, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9431 Rezension drucken
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