/ 05.06.2013
Angela Graf
J. H. W. Dietz 1843-1922. Verleger der Sozialdemokratie. Mit einem Nachwort von Horst Heidermann "Zur Nachkriegsgeschichte des Verlags J. H. W. Dietz Nachf."
Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 1998 (Reihe: Politik- und Gesellschaftsgeschichte 50); 357 S.; hardc., 48,- DM; ISBN 3-8012-4089-4Diese Biographie ist eine vollständig umgearbeitete, 1994 an der Humboldt-Universität Berlin vorgelegte Dissertation, mit der die Verfasserin sich primär an interessierte Laien wenden will. Sie verfolgt den beruflichen Werdegang des Lübecker Schriftsetzers hin zum international renommierten Verleger der Sozialdemokratie, aber auch den politischen Weg Heinrich Dietz', der über Jahrzehnte für die SPD im Reichstag des Kaiserreiches saß. Diese enge Verknüpfung von verlegerischer Tätigkeit und politischer Parteiarbeit spiegelt sich in dem Buch wider, das zugleich die Geschichte der SPD (immer in bezug auf Dietz) aufarbeitet. Das Nachwort aus der Feder des ehemaligen Geschäftsführers des Verlages zeichnet die von juristischen Auseinandersetzungen geplagte Nachkriegsgeschichte im geteilten Deutschland nach. Das Buch ist mit Faksimiles und Photos illustriert, die nicht nur auf das Interesse des avisierten Leserkreises stoßen werden. Entgegen der Ankündigung belegen die überwiegend auf archivalische Quellen zurückzuführenden Anmerkungen die auch in der überarbeiteten Form bestehende wissenschaftliche Solidität der Arbeit.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.3 | 2.311 | 2.333
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Angela Graf: J. H. W. Dietz 1843-1922. Bonn: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6463-j-h-w-dietz-1843-1922_8774, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8774
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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