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/ 05.06.2013
Oskar Lafontaine / Gerhard Schröder (Hrsg.)

Innovationen für Deutschland

Göttingen: Steidl 1998; 218 S.; geb., 25,- DM; ISBN 3-88243-579-8
Das Buch ist im Wahlkampf entstanden und wird von den Herausgebern als "Zeitdokument im Vorfeld der politischen Richtungsentscheidung im Herbst 1998" (8) vorgestellt. Der Beitrag von Schröder ist dementsprechend die überarbeitete Fassung einer Parteitagsrede vom Dezember 1997 in Hannover. Die Mehrzahl der Aufsätze gehen jedoch auf Referate anläßlich des SPD-Kongresses "Innovationen für Deutschland" zurück, der im Mai 1997 in Düsseldorf veranstaltet wurde. Dieser Kongreß sollte führende Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen (Politik, Wirtschaft, Banken, Wissenschaft etc.) zusammenführen. Die Nähe zur SPD ist dabei nicht zwingend; gleichwohl werden die inhaltlichen Abschnitte jeweils durch führende Sozialdemokraten eingeleitet, die sich auch deutlich der Wahlkampfrhetorik bedienen. Bei aller Gemeinsamkeit im Appell zu mehr Innovationen lassen sich zugleich unterschiedliche Akzente - etwa bezüglich der Rolle des Staates - registrieren. Inhalt: I. Oskar Lafontaine: Herausforderungen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert (11-20); Heinrich von Pierer: Globale Herausforderungen erfordern eine erweiterte Perspektive (21-34); Dieter Schulte: Arbeit und soziale Gerechtigkeit (35-41); Wolfgang Frühwald: Zur Strategie der Krisenbewältigung am Ende des 20. Jahrhunderts (42-51); Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ein technologischer Ruck für das 21. Jahrhundert (52-58); Rudolf Scharping: Deutschland erneuern - Zur wirtschaftlichen und sozialen Zukunft unseres Landes (59-68). II. Gerhard Schröder: Wirtschaftspolitik in einer globalisierten Ökonomie (71-80); Heiner Flassbeck: Die globale Herausforderung für die Wirtschaftspolitik (81-94); Hans-Jürgen Krupp: Deutschland und Europa brauchen die gemeinsame Währung und die Zusammenarbeit in der Wirtschaftspolitik (95-104). III. Wolfgang Clement: Innovationsfelder und Qualifikationen der Zukunft - Chancen für neue Arbeit (107-114); Harald Legler: Innovationspotentiale ausweiten - Hemmnisse abbauen - Märkte stimulieren (115-126); Horst Kern: Innovationsförderung - Welche Qualifikationen braucht man für die Zukunft (127-134). IV. Heide Simonis: Voraussetzungen zur Initiierung einer neuen Gründergeneration (137-147); Carl-Ludwig von Boehm-Bezing: Die Rolle der Banken bei der Gründung innovativer Unternehmen (148-158); Ulrich Weinberg: "Hier sind junge Leute am Werk ..." - Anmerkungen zu innovativen Unternehmen und überwindbaren Hindernissen (159-168). V. Christine Bergmann: Innovationsprozesse und sozialstaatliche Aufgaben (171-184); Reinhard Göhner: Innovationen sind schöpferische Zerstörungen (185-198); Walter Riester: Soziale Innovationen vor dem Wandel der Arbeitsgesellschaft (199-210); Warnfried Dettling: "Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, muß sich vieles verändern" (211-215).
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 2.3422.343 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Oskar Lafontaine / Gerhard Schröder (Hrsg.): Innovationen für Deutschland Göttingen: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7483-innovationen-fuer-deutschland_9968, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9968 Rezension drucken
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