/ 31.05.2013
Christian Raskob
Grenzen und Möglichkeiten der Verständigung. Politische Kommunikation zwischen Inszenierung und Aufklärung
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1995 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 267); 278 S.; brosch., 84,- DM; ISBN 3-631-48360-0Diss. phil. Münster; Erstgutachter: G. W. Wittkämper. - Ziel dieser ambitionierten Studie ist der Entwurf einer Theorie politischer Kommunikation. In der Auseinandersetzung mit soziologischen, politik- und kommunikationswissenschaftlichen Theorien der Öffentlichkeit wird die Frage der gesellschaftlichen Verständigung durch politische Kommunikation im Funktionszusammenhang von Öffentlichkeit, Demokratie und Massenmedien untersucht (14). Ausgehend von der Erkenntnis, "daß die wachsende Inszenierung politischen Handelns nur zu einem Teil mit dem Hinweis auf die Instrumentalisierungsabsichten des politischen Systems erklärt werden kann" (9), möchte der Verfasser die Bedeutung ausloten, die politischer Kommunikation zur Aufklärung und Selbstverständigung der heutigen Gesellschaft zukommt. Die Verselbständigung der Inszenierung wird als Symptom einer generellen Krise der Sprach- und Reflexionsformen heutiger Gesellschaften gedeutet. Der Verfasser möchte aus dieser Krise freilich keinen Ausweg aufzeigen, sondern versteht seine Arbeit als einen rein theoretischen Beitrag, der zur Lösung praktischer Fragen ungeeignet sei.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.33 | 2.3 | 5.4
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Christian Raskob: Grenzen und Möglichkeiten der Verständigung. Frankfurt a. M. u. a.: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/366-grenzen-und-moeglichkeiten-der-verstaendigung_115, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 115
Rezension drucken
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
CC-BY-NC-SA