/ 21.06.2013
Hans Günter Hockerts / Claudia Moisel / Tobias Winstel (Hrsg.)
Grenzen der Wiedergutmachung. Die Entschädigung für NS-Verfolgte in West- und Osteuropa 1945-2000
Göttingen: Wallstein Verlag 2006; 876 S.; geb., 64,- €; ISBN 978-3-8353-0005-7Über 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kündigte der damalige Bundeskanzler Schröder 1998 die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für ehemalige Zwangsarbeiter an. Leicht in den Hintergrund gerückt ist damit die Tatsache, dass bereits seit den frühen 50er-Jahren Entschädigungen für Opfer des NS-Regimes von der Bundesregierung sehr kontrovers diskutiert und in ausgewählten Fällen auch geleistet wurden. In dem vorliegenden Band berichten elf Autoren im ersten und zweiten Teil des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts, wie sich die Bonner Entschädigungspolitik entwickelte und welche Diplomatie in Entschädigungsfragen mit westeuropäischen Staaten sich daran anschloss. Ein abschließender Teil ist der so genannten blockierten Entschädigung in Osteuropa (Jugoslawien, Polen, Ungarn und Tschechoslowakei) bis zum Mauerfall und der daran anschließenden Neuaufnahme der Entschädigungsfrage gewidmet.
Volker Dreier (VDR)
Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
Rubrizierung: 4.2 | 4.21 | 4.22 | 2.61 | 2.5 | 2.35 | 4.42 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Volker Dreier, Rezension zu: Hans Günter Hockerts / Claudia Moisel / Tobias Winstel (Hrsg.): Grenzen der Wiedergutmachung. Göttingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26115-grenzen-der-wiedergutmachung_30382, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30382
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Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
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