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/ 21.06.2013
Neithard Bulst / Ingrid Gilcher-Holtey / Heinz-Gerhard Haupt (Hrsg.)

Gewalt im politischen Raum. Fallanalysen vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2008 (Historische Politikforschung 15); 319 S.; kart., 34,90 €; ISBN 978-3-593-38730-7
Dieser Band entstand im Kontext des Sonderforschungsbereichs „Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte“ an der Universität Bielefeld. In insgesamt neun Beiträgen wird der Frage nachgegangen, wie Gewalt in der Vergangenheit genutzt wurde, um Politik zu gestalten. Gewalt wird als „Form der kommunikativen Auseinandersetzung über gesellschaftliche Probleme“ (8) verstanden. Auf diese Weise sollen Ansätze der Kommunikationswissenschaft bzw. -geschichte für die Untersuchung von Gewaltphänomenen nutzbar gemacht werden. Die Spannweite der Beiträge reicht zeitlich vom Flandern des 14. Jahrhunderts bis zur jüngsten Vergangenheit in Japan, inhaltlich von Protesten gegen eine Bierpreiserhöhung in Bayern bis zur Antiatomwaffenbewegung in Großbritannien. Die Herangehensweise ist mal mehr und mal weniger systematisch, was neben der Disparität den Vergleich zwischen den Beispielen zusätzlich erschwert. Ein synoptisches Kapitel fehlt und wird auch durch den einleitenden Versuch einer Strukturierung nicht adäquat ersetzt.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.252.22.3112.3132.612.68 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Neithard Bulst / Ingrid Gilcher-Holtey / Heinz-Gerhard Haupt (Hrsg.): Gewalt im politischen Raum. Frankfurt a. M./New York: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29879-gewalt-im-politischen-raum_35397, veröffentlicht am 27.01.2009. Buch-Nr.: 35397 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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