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/ 19.06.2013
Eckart Conze / Ulrich Schlie / Harald Seubert (Hrsg.)

Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik. Festschrift für Michael Stürmer zum 65. Geburtstag

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2003 (Internationale Politik und Sicherheit 55); X, 527 S.; geb., 49,- €; ISBN 3-8329-0363-1
„Michael Stürmers Oeuvre ragt in so unterschiedliche Bereiche wie das alteuropäische Kunsthandwerk im Ausgang seiner Epoche, die Geschichte des deutschen Nationalstaats in den 75 Jahren seines Bestehens und die Strategie im Zeitalter des Kalten Krieges und der Welt der Gegenwart hinein." (IX) Entsprechend breit gefächert sind auch die vielen Beiträge der Festschrift, die sich jenseits der Verbundenheit der Autoren mit dem Jubilar kaum auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. „Leben und Werk [Stürmers] bilden eine Einheit: im engagierten, auch emotional getönten Blicke auf die europäische Welt im Abendlicht, in der prägnanten Diagnose der Gegenwart und in der scharfsinnigen Reflexion einer offenen Zukunft. Von dieser Einheit in der Vielfalt und von den unterschiedlichen Gebieten, die Stürmer anzuregen wusste, zeugen auch die hier versammelten Beiträge." (X) Aus dem Inhalt: Das Gespräch der Lebenden mit den Toten: Historia magistra vitae Joachim Fest: Die Unvorhersehbarkeit der Geschichte. Über den Methodenstreit der Historiker und die Kunst der Biographie (3-15) Hermann Lübbe: Theorie und Praxis. Erinnerung an eine Geschichtsphilosophie, die Geschichte gemacht hat (16-21) Alfred Grosser: Die so genannte kollektive Erinnerung (22-27) Ulrich Schlie: Aus der Geschichte lernen? Über politisches Handeln und historisches Bewusstsein (28-40) Brigitte Seebacher-Brandt: Laterna Magica: 68 und 89 (41-51) Eckart Conze: Der Historiker als Politikberater. Leopold von Rankes politische Denkschriften 1848 bis 1851 (52-70) Klaus Hornung: Hans Rothfels und die Nationalitätenfrage in Ostmitteleuropa 1926-1934 (71-95) Elisabeth Noelle: Öffentliche Meinung und Zeitgeist. Was die Demoskopie zur Geschichtsschreibung beitragen kann (96-104) Gotthard Jasper: Universitas vitae magistra? (105-116) Altes Handwerk und höfische Kultur: Erinnerung an alteuropäische Lebensformen Hubertus von Pilgrim: Die verschränkte Zeit (119-127) Thomas Brachert: Abfallnutzung und Recycling im Alten Handwerk. Skizzen zu einer Kulturgeschichte des Mülls (128-144) Thomas Weiss: Das Gartenreich des Franz von Anhalt-Dessau - Ein Monolog für den Fürsten (145-156) Björn R. Kommer: Das Schaetzlerpalais in Augsburg: Fragen - Überlegungen (157-187) IV. Vom „Ruhelosen Reich" zur „Belagerten Civitas": Deutschland und Europa 1871-1933 Manfred Riedel: „Exstirpation des deutschen Geistes" - Nietzsches Kampf gegen das Bismarckreich (191-205) Harald Seubert: Die eigentlich metaphysische Tätigkeit. Das Ende des bürgerlichen Zeitalters zwischen Wagner und Nietzsche (206-230) Gabriele Teichmann: Fremder wider Willen - Max von Oppenheim in der wilhelminischen Epoche (231-248) Anselm Doering-Manteuffel: Militär, Politik und Öffentlichkeit im Deutschen Reich nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs (249-267) Hans-Ulrich Thamer: Jugendmythos und Gemeinschaftskult. Bündische Leitbilder und Rituale der Jugendbewegung der Weimarer Republik (268-285) „Eine Episode, die Geschichte gemacht hat": Internationale Politik und Strategie im 20. Jahrhundert Horst Möller: Außenpolitik in der parlamentarischen Demokratie (289-298) David P. Calleo: The German Problem Reborn? (299-311) Werner Link: Die USA als balancer im Europa der zwanziger Jahre (312-319) Georges-Henri Soutou: La France et le concept d'équilibre européen au XXe siècle: entre géopolitique, concert de l'Europe et construction européenne (320-342) Francis Rosenstiel: „Souverainetés incertaines ..." (343-348) Manfred Hanisch: Europagedanke und europäische Wirklichkeit (349-361) Hermann Freiherr von Richthofen NATO - einst, jetzt und morgen. Eine deutsche Sicht (362-383) Neue Welt-Unordnung und Kunst des Gleichgewichts Wolfgang Schäuble: Die Rolle Europas im 21. Jahrhundert (387-396) Edmund Stoiber: Globale Chancen, globale Probleme: Konfliktfelder des 21. Jahrhunderts (397-407) Kurt F. Viermetz: Traum und Alptraum - Überlegungen zu Politik und Wirtschaft in Deutschland (408-414) Roland Berger: Globalisierung und Wohlstand (415-421) Hans-Peter Schwarz: Die Erosion des Staates und die Zukunft des Krieges (422-442) Christoph Bertram: Der Westen lebt - und muss weiterleben (443-456) Uwe Nerlich: Neues Gleichgewicht oder reziproke Selbstbeschränkungen: Zur Struktur der Weltpolitik im 21. Jahrhundert (457-468) Rupert Scholz: Der 11. September 2001: Wendepunkt in der nationalen wie internationalen Sicherheitspolitik (469-481) Theodor H. Winkler: Coping with New Security Challenges: From Defence Reform to Security Sector Reform (482-488) Klaus J. Bade: Migration und Integration - Probleme und Perspektiven (489-506) Gertrud Höhler: Wie weit reicht die Macht des Wissens? (507-516)
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 1.32.312.353.14.24.3 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Eckart Conze / Ulrich Schlie / Harald Seubert (Hrsg.): Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik. Baden-Baden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20657-geschichte-zwischen-wissenschaft-und-politik_24097, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24097 Rezension drucken
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