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/ 12.06.2013
Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück / Präsident der Universität Osnabrück (Hrsg.)

Gerechtigkeit vor Gewalt. Im Spannungsfeld zwischen Politik und Ethik. Osnabrücker Friedensgespräche 2004. Musica pro Pace 2004. Beiträge zur Friedensforschung

Göttingen: V&R unipress 2005 (Osnabrücker Jahrbuch Frieden und Wissenschaft 12/2005); 228 S.; kart., 21,90 €; ISBN 3-89971-233-1
„Gerechtigkeit vor Gewalt“ – über diesen Titel für die 12. Ausgabe des Jahrbuchs sei im Wissenschaftlichen Rat der Friedensgespräche durchaus kontrovers diskutiert worden, heißt es im Editorial. Es wurde darauf verwiesen, dass „Gerechtigkeit selten ohne ein geeignetes Mittel zu ihrer Durchsetzung auskomme, und dies könne gegebenenfalls auch die Gewalt einer demokratisch legitimierten Exekutive sein, [...] auch einer militärischen Gewalt“ (9). Das Auftaktthema der von der Stadt und Universität Osnabrück organisierten Gesprächsreihe 2004 bildete die Frage der Einhaltung der Menschenrechte angesichts des weltweiten Kampfes gegen den Terror; sie wurde vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes Rudolf Seiters sowie Barbara Lohbihler, der Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international aufgeworfen. Die Vorstellungen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff und des SPD-Linken Ottmar Schreiner von sozialer Gerechtigkeit divergierten erheblich, wie sich in ihren Gesprächen zum Thema „Sparpolitik – auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit und des sozialen Friedens?“ zeigte. Anlässlich des Deutschen Jugendhilfetages 2004 ging es um den Umgang der Gesellschaft mit ihrer Zukunft: Renate Schmidt thematisierte die Generationengerechtigkeit und präsentierte die jugendpolitischen Aktivitäten der Bundesregierung. Am Tag der Deutschen Einheit 2004 widmete sich der britische Botschafter Sir Peter Torry der Entwicklung des deutsch-britischen Verhältnisses in Politik, Medien sowie Ökonomie und ging u. a. auf die unterschiedlichen Haltungen beider Regierungen zum Irak-Krieg ein. Die Frage nach weltweit mehr Gerechtigkeit warf der deutsche Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Hans-Peter Kaul auf, der die Aufgaben und die Rolle seiner Organisation beschrieb. Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde im November 2004 durch die Universität Osnabrück hielt Iring Fetscher einen Festvortrag und stellte die Frage: Haben die „USA – eine imperiale Demokratie?“ (177)
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.34.424.24.32.222.642.32.352.342 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück / Präsident der Universität Osnabrück (Hrsg.): Gerechtigkeit vor Gewalt. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14313-gerechtigkeit-vor-gewalt_28765, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28765 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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