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/ 20.06.2013
Klaus Schönhoven / Bernd Braun (Hrsg.)

Generationen in der Arbeiterbewegung

München: R. Oldenbourg Verlag 2005 (Schriftenreihe der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte 12); 269 S.; geb., 24,80 €; ISBN 3-486-57589-9
Inwieweit lässt sich das in der Soziologie seit Karl Mannheim entwickelte Generationenkonzept auf die Geschichte der Arbeiterbewegung anwenden? Um diese Frage zu diskutieren, trafen sich im März 2003 in Heidelberg Historiker und Politologen, deren Ergebnisse in diesem Band präsentiert werden. Obwohl alle der hier versammelten Beiträge den wissenschaftlichen Wert des Generationenbegriffs bekräftigen, wird er in den einzelnen Beiträgen unterschiedlich gewichtet. Während ihn Stefan Berger, Bernd Braun, Klaus Tenfelde, Thomas Welskopp und Meik Woyke zur Beschreibung der Arbeiterbewegung explizit fruchtbar machen, thematisieren die Detailstudien auch seine Grenzen. Sie werden deutlich, wenn Jürgen Mittag die milieuspezifische Professionalisierung des Arbeiterfunktionärs beschreibt, Frank Engehausen die Bedeutung innerparteilicher ideologischer Konfliktlinien hervorhebt, Daniela Münkel auf die biografische Heterogenität innerhalb einer „Generation Godesberg“ verweist, Siegfried Weichlein die Politisierung des Jugendbegriffs und Karsten Rudolph landesspezifische politische Merkmale in der Weimarer Republik darstellen. Aus dem Inhalt: Klaus Tenfelde: Generationelle Erfahrungen in der Arbeiterbewegung bis 1933 (17-49) I. Führungsgenerationen in der Arbeiterbewegung: Prägungen und politische Optionen Thomas Welskopp: Die „Generation Bebel“ (51-67) Bernd Braun: Die „Generation Ebert“ (69-86) Meik Woyke: Die „Generation Schumacher“ (87-105) II. Formung durch Milieu und Organisation: Karrieren und Karrieremuster Jürgen Mittag: Zwischen Professionalisierung und Bürokratisierung: Der Typus des Arbeiterfunktionärs im Wilhelminischen Deutschland (107-143) Frank Engehausen: Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion im Wilhelminischen Kaiserreich: Altersstruktur und Generationenkonflikte (145-163) Siegfried Weichlein: Milieu und Mobilität: Generationelle Gegensätze in der gespaltenen Arbeiterbewegung der Weimarer Republik (165-192) III. Geistige Orientierung der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung Stefan Berger: Marxismusrezeption als Generationenerfahrung im Kaiserreich (193-209) Karsten Rudolph: „Streitbare Republikaner“ in der frühen Weimarer Republik: Preußen und Sachsen im Vergleich (211-241) Daniela Münkel: Wer war die „Generation Godesberg“? (243-258)
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.3112.331 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Klaus Schönhoven / Bernd Braun (Hrsg.): Generationen in der Arbeiterbewegung München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22428-generationen-in-der-arbeiterbewegung_25590, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25590 Rezension drucken
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