/ 06.06.2013
Jennifer A. Davy / Karen Hagemann / Ute Kätzel (Hrsg.)
Frieden - Gewalt - Geschlecht. Friedens- und Konfliktforschung als Geschlechterforschung. Hrsg. in Zusammenarbeit mit dem Feministischen Institut der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.
Essen: Klartext 2005 (Frieden und Krieg. Beiträge zur Historischen Friedensforschung 5); 404 S.; 22,- €; ISBN 3-89861-515-4Der Band entstand aus einem interdisziplinären Kolloquium mit dem Titel „PazifistInnen/Pazifismus. Friedens- und Konfliktforschung als Geschlechterforschung“, das im Mai 2003 vom genannten Institut zusammen mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin veranstaltet wurde. Er enthält überwiegend geschichtswissenschaftliche, aber auch soziologische, politikwissenschaftliche und kommunikationswissenschaftliche Beiträge zur geschlechterorientierten Friedensforschung. Die Einbeziehung einer Geschlechterperspektive in die Friedensforschung zielt einerseits darauf, Frauen in der männlich geprägten Sicherheitsdomäne sichtbar zu machen. Andererseits sollen Wechselwirkungen von Geschlechterkonstruktionen und Möglichkeiten der Demilitarisierung theoretisch erfasst werden. Als praktische Konsequenz für Friedensstrategien und sicherheitspolitische Ansätze fordert Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in ihrem Vorwort, Frauen in die Konfliktprävention und -bearbeitung systematisch einzubeziehen und Geschlechterverhältnisse in allen Gesellschaften als friedensrelevant anzuerkennen.
Tine Hanrieder (CTH)
M. A., wiss. Assistentin, Geschwister-Scholl-Institut, LMU München.
Rubrizierung: 2.27 | 4.41 | 2.36 | 2.313 | 2.314 | 2.63 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Tine Hanrieder, Rezension zu: Jennifer A. Davy / Karen Hagemann / Ute Kätzel (Hrsg.): Frieden - Gewalt - Geschlecht. Essen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8980-frieden---gewalt---geschlecht_29479, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29479
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M. A., wiss. Assistentin, Geschwister-Scholl-Institut, LMU München.
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