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/ 03.06.2013
Joseph Rovan

Europa und die Welt von morgen

Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 1995 (Strategien für Europa); 51 S.; 15,- DM; ISBN 3-89204-178-4
Welche Konsequenzen ergeben sich für Europas Stellung in der Welt aus dem Ende der Bipolarität und der entstehenden multipolaren Weltordnung? Neben den drei Mächten USA, Rußland und China nennt Rovan den islamischen Fundamentalismus, als (friedenstörende) Kraft mit der Wirksamkeit einer Großmacht. Um eine handlungsfähige Großmacht zu werden, müßte sich Europa weiter einen. Ein "wirkliches Konzert der Weltmächte" und eine "konstituierte Weltordnung" könne nur entstehen, "wenn China sich entschließt, seine großen Möglichkeiten in den Dienst einer friedlichen Weltordnung" zu stellen (43). Rovan sieht im fundamentalistischen Islamismus "letzthin weltzerstörerische Absichten". "[...] auch wenn China in die Reihe der weltbewahrenden Kräfte eintritt, wird die Zerstörungsfähigkeit der Islamisten [...] nur schwer zu bewältigen sein" (44).
Michael Broer (MB)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.13.1 Empfohlene Zitierweise: Michael Broer, Rezension zu: Joseph Rovan: Europa und die Welt von morgen Gütersloh: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1032-europa-und-die-welt-von-morgen_981, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 981 Rezension drucken
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