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/ 18.06.2013
Harald Schmid

Erinnern an den "Tag der Schuld" Das Novemberpogrom von 1938 in der deutschen Geschichtspolitik

Hamburg: Ergebnisse Verlag 2001 (Forum Zeitgeschichte 11); 541 S.; 29,- €; ISBN 3-87916-062-7
Politikwiss. Diss. Hamburg; Gutachter: P. Reichel, K. Saul. - Der 9. November ist für Deutschland ein geschichtsträchtiger Tag: Jahrestag für Anhänger der so genannten "Dolchstoßlegende" nach dem Ersten Weltkrieg, unter den Nazis als "Reichstrauertag" Gedenktag für die Opfer des Hitlerputsches, danach genau umgekehrt Gedenktag an die so genannte "Reichskristallnacht" und seit 1989 der Tag des Mauerfalls. Die Arbeit rekonstruiert außerordentlich detailliert die Entwicklung des Gedenktages von 1938 bis heute; dabei werden zum einen die Deutung der Ereignisse und die damit verbundenen Geschichtsbilder zu diesem Datum und zum anderen die Aktivitäten der damit befassten Akteure - sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen und Organisationen - untersucht. Die Datengrundlage bilden Archivunterlagen sowie Presseberichte und andere Publikationen zum 9. November. Aus dem Inhalt: 3. Die Pogrome; 4. Die Etablierung des Gedenktages; 5. Stagnation und Krise, die Jahrestage bis 1973; 6. "Reichspogromnacht": Der geschichtskulturelle Durchbruch am 40. Jahrestag 1978 zwischen Selbstkritik und Versöhnungswunsch; 7. "Kristallnaach", Jenninger und die Erinnerung der Berliner Republik.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.352.3332.31 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Harald Schmid: Erinnern an den "Tag der Schuld" Hamburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17292-erinnern-an-den-tag-der-schuld_19896, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 19896 Rezension drucken
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