/ 21.06.2013
Jan-Werner Müller
Ein gefährlicher Geist. Carl Schmitts Wirkung in Europa. Mit einem Vorwort von Michael Stolleis
Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2007; 300 S.; geb., 39,90 €; ISBN 978-3-534-19716-3An Carl Schmitt kommt kaum ein (Politik-)Wissenschafter vorbei. Wie kein anderer wird der deutsche Staatsrechtler bis heute sowohl von den Anhängern als auch den Gegnern seiner Lehre gelesen und studiert. Müller hat diese Rezeptionsgeschichte nachgezeichnet und liefert damit erstmals einen Überblick über die zahlreichen, ideologisch bisweilen auch gegensätzlich verlaufenden Wirkungsgeschichten des Schmitt’schen Werkes. Damit gelingt Müller über den Umweg der Rezeption eine Darstellung von Schmitts Denken, die nicht nach dem einen ideologischen Kern fragt, sondern seine verschiedensten, teils widersprüchlich erscheinenden bzw. zu verstehenden Gedankengänge rekonstruiert. Diese schon 2003 veröffentlichte Studie liegt nun endlich in der deutschen, an einigen Stellen noch verbesserungswürdigen Übersetzung vor und bietet einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis europäischer Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 5.46 | 2.3
Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Jan-Werner Müller: Ein gefährlicher Geist. Darmstadt: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27567-ein-gefaehrlicher-geist_32346, veröffentlicht am 07.04.2008.
Buch-Nr.: 32346
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Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
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