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/ 11.06.2013
Fritz Elsas

Ein Demokrat im Widerstand. Zeugnisse eines Liberalen in der Weimarer Republik. Hrsg. von Manfred Schmid

Gerlingen: Bleicher Verlag 1999 (Zeugen der Zeit); 312 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-88350-664-8
Elsas, DDP-Abgeordneter und Bürgermeister von Berlin, der 1945 wegen seiner Kontakte zu Karl Goerdeler in Sachsenhausen erschossen wurde, hat ein autobiographisches Fragment hinterlassen, in dem er über sein Leben zwischen 1908 und 1922 berichtet. Diese Periode deckt die Zeit seines Studiums und die Anfänge seiner beruflichen Laufbahn in der kommunalen Verwaltung und später als Politiker ab. Schmid macht dieses Dokument hier zum ersten Mal in voller Länge der Öffentlichkeit zugänglich. "Sein Lebenslauf spiegelt zum einen eine bemerkenswerte kommunalpolitische Karriere vom Kaiserreich bis zum Dritten Reich wider, zum anderen auch ein typisch deutsch-jüdisches Schicksal in jener Epoche." (7) In der Selbstbeschreibung erfährt man aber auch viel über das Selbstverständnis eines Mannes aus dem liberaldemokratischen Widerstand gegen Hitler. Leider hat Elsas seine Erinnerungen nicht auch noch bis in die 30er Jahre fortgeführt, und auch die Bilder und die abgedruckten Dokumente verraten nur wenig über die Zeit unter den Nazis. Diese Hintergrundinformationen zu dem autobiographischen Fragment liefert Schmid jedoch in seiner biographischen Skizze.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3112.3 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Fritz Elsas: Ein Demokrat im Widerstand. Gerlingen: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10729-ein-demokrat-im-widerstand_12685, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12685 Rezension drucken
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