/ 20.06.2013
Stefano Poggi / Enno Rudolph (Hrsg.)
Diktatur und Diskurs. Zur Rezeption des Totalitarismus in den Geisteswissenschaften
Zürich: Orell Füssli 2005 (Kultur - Philosophie - Geschichte 4); 368 S.; geb., 32,80 €; ISBN 3-280-06064-8Der Band entstand aus einer Tagung in Florenz 2003. Sein Thema ist die Auseinandersetzung mit dem Totalitarismus in den Geisteswissenschaften Deutschlands und Italiens. In nur wenigen Artikeln wird auf beide Länder in Form eines Vergleichs eingegangen; größtenteils wird es dem Leser überlassen, die Artikel länderspezifisch nebeneinander zu stellen. Die Philosophie wird am häufigsten behandelt, sei es in Gestalt Heideggers, sei es als akademische Zunft oder als Hermeneutik. Die Soziologie sowie die Geschichtswissenschaft kommen ebenfalls in den Blick, Letztere im Wandel ihres Urteils über den Faschismus. Indirekt fügen sich zwei Artikel zur 68er-Revolution in den Band ein sowie eine Reflektion auf die praktischen Aufgaben der Philosophie. Zuletzt werden ganz allgemein Grundzüge deutscher Erinnerung präsentiert. Für Politikwissenschaftler könnte der Artikel zu den Ansätzen Adornos und Arendts von besonderem Interesse sein.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.2 | 5.46 | 2.61 | 2.23 | 2.25 | 2.35 | 2.37
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Stefano Poggi / Enno Rudolph (Hrsg.): Diktatur und Diskurs. Zürich: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24384-diktatur-und-diskurs_28121, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28121
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Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
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