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/ 18.06.2013
Heinrich Bußhoff

Die Zeitlichkeit der Politik. Politik als Mechanismus zur Verzeitlichung der Zeit

Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Erfahrung und Denken 92); 208 S.; 72,- €; ISBN 3-428-11209-1
Wie operiert Politik, wenn sie die Zeit als Ressource nutzt? Der Verfasser beleuchtet das komplexe Verhältnis von Politik und Zeit, die die zentrale Ressource und Existenzbedingung von Politik darstelle, aus verschiedenen Blickwinkeln. Bußhoff geht dabei von einer systemtheoretischen Perspektive aus, in der soziale Systeme als „spezifische und spezialisierte Einrichtungen zur Nutzung der fluiden und im Überfluss und grenzenlos präsenten Ressource ‚Zeit'" (20) verstanden werden. Das Funktionssystem der Politik versorge nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesamtgesellschaft mit allgemein verbindlichen und bindenden Entscheidungen, die nachhaltige zeitliche Strukturierungen produzieren. Auch auf zeitlichen Markierungen, die nicht durch politische, sondern durch gesellschaftliche Operationen gesetzt werden, reagiere Politik beziehungsweise nehme darauf Einfluss.
Tanja Pritzlaff (TP)
Dipl.-Politologin, wiss. Mitarbeiterin, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen.
Rubrizierung: 5.25.42 Empfohlene Zitierweise: Tanja Pritzlaff, Rezension zu: Heinrich Bußhoff: Die Zeitlichkeit der Politik. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20375-die-zeitlichkeit-der-politik_23743, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23743 Rezension drucken
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