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/ 20.06.2013
Peter Weingart

Die Wissenschaft der Öffentlichkeit. Essays zum Verhältnis von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit

Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2005; 206 S.; brosch., 22,- €; ISBN 3-934730-03-5
Wissenschaft als gesellschaftliches (Teil-)System verfügt längst nicht mehr über den Nimbus, alleinige Hüterin wahren (objektiven) Wissens zu sein. Dieser Umstand – so der Bielefelder Wissenschaftssoziologe – beruht wesentlich auf der Medialisierung der Wissenschaft. Seit der Ausdifferenzierung der Massenmedien im 20. Jahrhundert ist sie nämlich – wie andere gesellschaftliche Systeme auch – der Beobachtung seitens der Medien unterworfen. Die Wissenschaften versuchen diese Kommunikationsprozesse – also ihr Bild in der Öffentlichkeit – zu beeinflussen, ohne jedoch die Logik der medialen Kommunikation bestimmen zu können. Weingart diskutiert die damit entstehenden Interferenzen von Wissenschaft und Öffentlichkeit an einigen typischen Fällen. Dazu gehören die Auseinandersetzungen über die Humangenetik, Formen externer Leistungskontrolle von Wissenschaften und die neuerdings sehr aufmerksam registrierten Fälle wissenschaftlichen Betrugs. Der Band enthält Texte, die der Autor zwischen 1998 und 2004 in unterschiedlichen Periodika publiziert hat.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.225.22.672.352.333 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Peter Weingart: Die Wissenschaft der Öffentlichkeit. Weilerswist: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23869-die-wissenschaft-der-oeffentlichkeit_27437, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27437 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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