/ 18.06.2013
Klaus Körner
"Die rote Gefahr" Antikommunistische Propaganda in der Bundesrepublik 1950-2000
Hamburg: Konkret Literatur Verlag 2003; 208 S.; brosch., 15,- €; ISBN 3-89458-215-4In einzelnen Schlaglichtern beschreibt Körner die antikommunistische Propaganda seit Beginn des Kalten Krieges bis zur Gegenwart, wobei er keinen Zweifel lässt, dass für die politische Kultur des Westens eine antibolschewistische Haltung seit der Oktoberrevolution bestimmend ist. Grundtenor des populärwissenschaftlich geschriebenen Buches ist die These, Antikommunismus sei im Wesentlichen eine Strategie des Westens, des Bürgertums, der kapitalistischen Länder. Diese Position führt zur Subsumierung sämtlicher kommunismuskritischer Literatur unter das Stichwort Antikommunismus, womit unterschiedliche Akteure, diverse nationale Institutionen und internationale Organisationen, Forschungsinstitute, Parteien oder Personen einem homogenisierenden Blick unterworfen werden. Im Zentrum der Darstellung stehen die „Propagandaprodukte", womit die Beantwortung der unerlässlichen Frage, die der Wandlungen des Kommunismus im zwanzigsten Jahrhundert, nur schematisch bleiben muss.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.331 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Klaus Körner: "Die rote Gefahr" Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17815-die-rote-gefahr_20546, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20546
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
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