/ 11.06.2013
Vittorio Hösle
Die Philosophie und die Wissenschaften
München: C. H. Beck 1999 (Beck'sche Reihe 1309); 236 S.; 26,- DM; ISBN 3-406-42109-1Seit sich die Wissenschaften aus der Philosophie herausgelöst und schließlich ganz von ihr emanzipiert haben, sieht sich die Philosophie zunehmend unter Rechtfertigungsdruck; philosophische Wahrheit scheint ersetzbar oder sogar überbietbar durch die Wahrheit der Wissenschaften. Hösle versucht in der Aufsatzsammlung, gegen diese Tendenz der Zeit die Unverzichtbarkeit philosophischer Reflexion, gerade auch im Hinblick auf die Prämissen der Einzelwissenschaften, deutlich zu machen. Dabei versteht er seine Aufsätze als "Bausteine zu einer theoretischen Philosophie, die erkenntnistheoretische und ontologische Fragestellungen verknüpft und dabei die Resultate der Wissenschaften aufnimmt, ohne sich selbst zur Magd der Einzelwissenschaften zu machen" (9).
Inhalt: Rationalismus, Determinismus und Freiheit; Der Darwinismus als Metaphysik (mit Christian Illies); Tragweite und Grenzen der evolutionären Erkenntnistheorie; Über die Unmöglichkeit einer naturalistischen Begründung der Ethik; Zur Philosophie der Geschichte der Sozialwissenschaften; Philosophische Grundlagen eines zukünftigen Humanismus; Religion, Theologie, Philosophie.
Barbara Zehnpfennnig (BZ)
Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 5.2
Empfohlene Zitierweise: Barbara Zehnpfennnig, Rezension zu: Vittorio Hösle: Die Philosophie und die Wissenschaften München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10507-die-philosophie-und-die-wissenschaften_12421, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12421
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Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
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