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/ 19.06.2013
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Die Philosophie des Rechts. Vorlesung von 1821/22. Hrsg. von Hansgeorg Hoppe

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2005 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1721); 237 S.; 11,- €; ISBN 3-518-29321-4
Bei dieser Mitschrift einer von Hegel im Wintersemester 1821/22 in Berlin gehaltenen Vorlesung über die Philosophie des Rechts handelt es sich um ein editorisches Projekt, das primär für ausgesprochene Hegel-Spezialisten interessant sein dürfte. Der Wert der Veröffentlichung liegt gleichwohl darin, dass von den insgesamt sieben Vorlesungen, die Hegel von 1817/18 bis 1824/25 und dann noch einmal 1831 (allerdings wegen seines Ablebens nur ganz kurz) gehalten hat, nunmehr auch die letzte, nämlich die von 1821/22 dokumentiert ist. Höchst spannend sind die editorischen Erläuterungen zu lesen, die über Fundort, eventuelle Herkunft sowie Anlage und Zustand des Originals der Mitschrift Auskunft geben. Eine Antwort auf die alte Kontroverse, inwieweit der Hegel der „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ ein anderer sei, als der Hegel in seinen Vorlesungen zur Philosophie des Rechts, vermag indessen auch diese Veröffentlichung nicht beizusteuern, zumal im Originalmanuskript offensichtlich der größte Teil des Staatsrechts und auch andere Paragrafen fehlen. Immerhin besteht nun die Möglichkeit, alle Vorlesungen Hegels über die Philosophie des Rechts mit seinen „Grundlinien“ zu vergleichen und somit einen Eindruck von Kontinuität oder auch Wandel eines Hauptgegenstandes seiner akademischen Lehre und Forschung im Laufe der Jahre zu gewinnen.
Roland Lhotta (RL)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.33 Empfohlene Zitierweise: Roland Lhotta, Rezension zu: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Die Philosophie des Rechts. Frankfurt a. M.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21036-die-philosophie-des-rechts_24545, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24545 Rezension drucken
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