/ 04.06.2013
Cornelia Ulbert
Die Konstruktion von Umwelt. Der Einfluß von Ideen, Institutionen und Kultur auf (inter-)nationale Klimapolitik in den USA und der Bundesrepublik Deutschland
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997 (Nomos Universitätsschriften: Politik 76); 234 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-7890-5090-3Politikwiss. Diss. Mannheim; Erstgutachterin: B. Kohler-Koch. - Interessengegensätze im internationalen Umweltschutz werden häufig als Widerstreit unterschiedlicher nationaler Positionen interpretiert und dargestellt. Am Beispiel des Verhandlungsprozesses zur Klimarahmenkonvention argumentiert Ulbert, daß eine derartige Sichtweise nicht ausreicht, um die zentralen Konfliktlinien abzubilden. Vielmehr stehen hinter den Positionen der jeweiligen Länder differierende Problemdefinitionen und folglich auch voneinander abweichende Lösungsstrategien. Für die USA und Deutschland wird in diesem Zusammenhang gezeigt, daß die politischen Entscheidungsträger durch spezifische Sichtweisen von Natur sowie dem Verhältnis von Ökologie und Ökonomie geleitet werden, die ihrerseits aus den jeweiligen institutionellen Kontexten und kulturellen Handlungsrepertoires resultieren. Mit einem derartigen Ansatz liefert die Autorin einen Beitrag zur reflexiven bzw. konstruktivistischen Theoriedebatte der Internationalen Beziehungen.
Inhaltsübersicht: I. Theoretisch-methodischer Rahmen; II. Der Kontext der politischen Problembearbeitung; III. Die politische Bearbeitung des Problemfelds "Klimawandel/Treibhauseffekt".
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.45 | 4.1 | 2.261 | 2.341 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Cornelia Ulbert: Die Konstruktion von Umwelt. Baden-Baden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6012-die-konstruktion-von-umwelt_8186, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8186
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Dr., Politikwissenschaftler.
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