/ 20.06.2013
Felicia Langer
Die Frau, die niemals schweigt. Stationen eines Lebens. Hrsg. von Karl-Klaus Rabe
Göttingen: Lamuv 2005 (Lamuv Taschenbuch 337); 187 S.; 9,90 €; ISBN 978-3-88977-664-8Das Buch versammelt Auszüge aus sieben Büchern Langers, die ein Gesamtbild des Lebens der in Polen 1930 geborenen Jüdin vermitteln. Es beginnt mit ihren Erinnerungen an die frühe Kindheit und die Flucht aus Polen in die Sowjetunion. Nach dem Tod ihres Vaters emigrierte sie nach Israel, studierte dort Jura, ließ sich 1965 als Rechtsanwältin nieder und verteidigte über zwanzig Jahre lang palästinensische Häftlinge gegen die israelischen Besatzer. Dafür erntete sie Schmähungen und erhielt Morddrohungen. Aus Protest gegen Israels Politik gegenüber den Palästinensern schloss sie 1990 ihr Anwaltsbüro und emigrierte nach Tübingen, wo sie seither lebt und sich weiterhin öffentlich für ihr zentrales Anliegen einsetzt: ein friedliches Israel und ein eigener Staat für die Palästinenser. Für die Tätigkeit als Menschenrechtsanwältin erhielt sie 1990 den Alternativen Nobelpreis, 1991 den Bruno-Kreisky- und 2005 den Erich-Mühsam-Preis. Siehe auch die Annotation des Gesprächsbandes von Hans-Dieter Schütt mit Langer „Nicht gegen mein Gewissen“, ebenfalls in diesem Heft und in dieser Rubrik (ZPol-Nr. 27959).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.1 | 2.23 | 2.63 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Felicia Langer: Die Frau, die niemals schweigt. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25233-die-frau-die-niemals-schweigt_29221, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29221
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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