/ 20.06.2013
Hartwig Pautz
Die deutsche Leitkultur: Eine Identitätsdebatte. Neue Rechte, Neorassismus und Normalisierungsbemühungen
Stuttgart: ibidem-Verlag 2005; 146 S.; pb., 24,90 €; ISBN 3-89821-060-XPautz zeichnet die Leitkulturdebatte um Einwanderung, Integration und deutsche Identität nach, die die Bundesrepublik im Herbst 2000 beschäftigte. Zunächst stellt er die Argumentation der neuen Rechten vor. Dies anhand französischer Vertreter zu tun, ist nur teilweise plausibel. Die Argumentationsbausteine legt der Autor in einer nicht zu steigernden Klarheit dar, wie in der Behauptung, Huntington verstehe die Menschheit „allenfalls zoologisch“ (52). Da erscheint es konsequent, von einer Bewegung mit der Brandmarke „Neorassismus als ‚verallgemeinerter Antisemitismus’“ zu reden (13). Im zweiten Abschnitt rekonstruiert Pautz dann den Teil der Leitkulturdebatte, der über Feuilletonbeiträge hinausgeht. Zu Wort kommen beispielsweise Bassam Tibi, der schon 1998 den Begriff verwendet hat, oder Jörg Schönbohm, der sich zu der Zeit im Sinne des Begriffs äußerte, sowie mehrere Unionspolitiker. Abschließend geht es um die politische und ökonomische Funktion der Debatte.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.35 | 2.331 | 2.23 | 4.2
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Hartwig Pautz: Die deutsche Leitkultur: Eine Identitätsdebatte. Stuttgart: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25305-die-deutsche-leitkultur-eine-identitaetsdebatte_29312, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29312
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Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
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