/ 21.06.2013
Manuel Ladiges
Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum. Unter besonderer Berücksichtigung des § 14 Abs. 3 LuftSiG und der strafrechtlichen Beurteilung der Tötung von Unbeteiligten
Berlin: Duncker & Humblot 2007 (Schriften zum Öffentlichen Recht 1068); 557 S.; 86,- €; ISBN 978-3-428-12436-7Rechtswiss. Diss. Greifswald; Gutachter: W. Joecks, C. Classen. – Ladiges fragt, in welcher Weise die Bundesrepublik auf mögliche Angriffe aus der Luft durch nicht-staatliche Organisationen reagieren kann. Gestattet das Grundgesetz in diesem Fall einen Einsatz der Streitkräfte innerhalb der Bundesrepublik? Das nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erlassene Luftsicherheitsgesetz hätte den Einsatz der Bundeswehr im Innern auf der Grundlage des Katastrophennotstandes gemäß Art. 35 des Grundgesetzes ermöglicht. Die zentrale Norm des Gesetzes, die den Abschuss eines Luftfahrzeuges vorsah, wurde jedoch vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt. Der Autor analysiert sowohl das Gesetz als auch das Urteil und kommt in dieser rein juristischen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Bundeswehr bewaffnete Angriffe von außen bekämpfen darf, soweit die Polizeikräfte hierzu nicht in der Lage sind.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.32 | 2.343
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Manuel Ladiges: Die Bekämpfung nicht-staatlicher Angreifer im Luftraum. Berlin: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28317-die-bekaempfung-nicht-staatlicher-angreifer-im-luftraum_33339, veröffentlicht am 03.04.2008.
Buch-Nr.: 33339
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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