/ 18.06.2013
Ursula Lehmkuhl / Clemens A. Wurm / Hubert Zimmermann (Hrsg.)
Deutschland, Großbritannien, Amerika. Politik, Gesellschaft und Internationale Geschichte im 20. Jahrhundert. Festschrift für Gustav Schmidt zum 65. Geburtstag
Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2003 (USA-Studien 14); VIII, 283 S.; kart., 48,- €; ISBN 3-515-08395-2Mit dem Band sollen die hauptsächlichen Tätigkeitsfelder des Professors für Internationale Politik an der Ruhr-Universität Bochum gewürdigt werden, der „zu den ersten deutschen Historikern [gehörte], die in exemplarischer Weise internationale Geschichte als Geschichte der Wechselbeziehungen zwischen internationaler Gesellschafts- und Politikgeschichte betrieben haben." (3) Die Autoren behandeln in erster Linie die Beziehungen zwischen Deutschland, Großbritannien und den USA in historisch-empirischen und theoretischen Aufsätzen, häufig in den Schnittfeldern zwischen innerer und äußerer Politik sowie zwischen Wirtschafts- und Politikgeschichte.
Aus dem Inhalt:
I. Appeasementpolitik und deutsch-britische Beziehungen im 20. Jahrhundert
Marie-Luise Recker:
Appeasementpolitik: Wissenschaftliche Karriere eines außenpolitischen Konzepts (9-25)
Bernd Jürgen Wendt:
Lloyd George's Fontainebleau-Memorandum: Eine Wurzel des Appeasement? (27-44)
Anthony J. Nicholls:
„Appeasement" or „Common Sense"? The British Response to the Building of the Berlin Wall, 1961 (45-60)
II. Theorien Internationaler Politik
Charles F. Doran:
Transatlantic Relations in Global Theory and History (63-72)
Hubert Zimmermann:
Chinas langer Marsch in internationale Institutionen: Ein welthistorischer Prozess und seine Deutung durch konkurrierende Theorien Internationaler Politik (73-89)
Nils C. Bandelow:
Institutionelle Vetopunkte und kollektive Lernprozesse in der britischen und deutschen Europapolitik der 1980er und 1990er Jahre (91-110)
III. Transatlantische Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg
Ursula Lehmkuhl:
Kanada und der Colombo-Plan: „Drittmachtbeziehungen" im Spannungsfeld von Asien- und Europapolitik in der Frühphase des Kalten Krieges (113-135)
Petra Dolata-Kreutzkamp:
Transnationale Akteure in transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen: Arnold, Fortas & Porter als ‚political broker' im Kohlenstreit 1958-1962 (137-154)
Heide-Irene Schmidt:
„The Embarrassment of Strength": Die deutsche Position im „International Monetary System" 1958-1968 (155-195)
Eckart Conze:
Staatsräson und nationale Interessen: Die „Atlantiker-Gaullisten"-Debatte in der westdeutschen Politik- und Gesellschaftsgeschichte der 1960er Jahre (197-226)
Gottfried Niedhart:
Zustimmung und Irritationen: Die Westmächte und die deutsche Ostpolitik 1969/70 (227-245)
Frédéric Bozo:
La Fin d'un Cycle? La France et l'Alliance atlantique de la Guerre froide à l'après 11 Septembre (247-261)
Lawrence S. Kaplan:
Article 5 of the North Atlantic Treaty: 1949 and 2001 (263-270)
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 1.3 | 2.61 | 2.64 | 2.68 | 2.313 | 3.7 | 4.2 | 4.3 | 4.1
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Ursula Lehmkuhl / Clemens A. Wurm / Hubert Zimmermann (Hrsg.): Deutschland, Großbritannien, Amerika. Stuttgart: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20202-deutschland-grossbritannien-amerika_23531, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23531
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Dr., Politikwissenschaftler.
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