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/ 21.06.2013
Andreas Vasilache

Der Staat und seine Grenzen. Zur Logik politischer Ordnung

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2007 (Campus Forschung 925); 364 S.; kart., 37,90 €; ISBN 978-3-593-38441-2
Philo. Diss. Gießen; Gutachter: R. Seidelmann, M. Arenhövel. – Vasilache greift einen grundlegenden theoretischen Mangel in der Politikwissenschaft auf, indem er den Topos der Grenze in der modernen Idee der Staatlichkeit analysiert. Im Mittelpunkt seiner Auseinandersetzung stehen staatstheoretische Grenzdebatten bei den kontraktualistischen Klassikern Hobbes, Locke und Rousseau, die durch die zeitgenössischen, poststrukturalistischen Ansätze von Foucault und Agamben ergänzt werden. Der Autor leistet mit der Erforschung des grenztheoretischen Fundaments moderner Staatlichkeit einen wertvollen Beitrag zur politiktheoretischen Grundlagenforschung, die angesichts der konstatierten gegenwärtigen Entstaatlichung und Deterritorialisierung an Aktualität gewinnt. Obwohl das Motiv der Grenze keinesfalls auf die von Vasilache behandelten Autoren beschränkt ist und manchen Kapiteln der rechtstheoretische und philosophische Feinschliff fehlt, ist das Buch für die weitere staatstheoretische Forschung unabdingbar.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 5.415.325.335.465.42 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Andreas Vasilache: Der Staat und seine Grenzen. Frankfurt a. M./New York: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28277-der-staat-und-seine-grenzen_33281, veröffentlicht am 28.03.2008. Buch-Nr.: 33281 Rezension drucken
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