/ 11.06.2013
Ralf Höller
Der Anfang, der ein Ende war. Die Revolution in Bayern 1918/19
Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1999; 298 S.; 16,90 DM; ISBN 3-7466-8043-3Die Einleitung benennt den Tenor der aus der Feder des freien Journalisten Höller stammenden Darstellung: "Das halbe Jahr der bayerischen Revolution bildet ein richtungsweisendes Kapitel deutscher Geschichte. Zu keiner Zeit ist ein fortschrittlicherer Versuch unternommen worden, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland neu zu gestalten. In diesen Monaten blickt die ganze Welt auf Bayern." (10) So auch die Berliner Regierung unter Ebert und Scheidemann, die "alle Machtmittel aus[schöpft], um die revolutionäre Entwicklung in Bayern zu unterdrücken. Dabei greift sie sogar zum äußersten Mittel: dem Bürgerkrieg." (10) Entsprechend sind die Wertungen des Buches: Alles, was der Revolution nützt, wird positiv besprochen, alles, was ihr geschadet hat, negativ. Gegner der Räteregierung (seien es Sozialdemokraten oder Rechtsradikale) sind unterschiedslos intrigant oder von sonstwelchen niederen Motiven gedrängt. Selbst der bayerische Partikularismus wird freundlich behandelt, solange es Eisner ist, der ihn gegenüber der Berliner Regierung vertritt (166). Und so weiter.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.311
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Ralf Höller: Der Anfang, der ein Ende war. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10766-der-anfang-der-ein-ende-war_12731, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12731
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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