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/ 20.06.2013
Heinrich Bußhoff

Das Politische der Politik. Politik als Mechanismus zur Politisierung des Politischen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2005 (Konturen - Studien zur Neuorientierung politischer Leitkategorien 4); 168 S.; brosch., 33,- €; ISBN 3-8329-1580-X
„Gefragt wird nach den grundlegenden Bedingungen, unter denen sich Politik ereignet, um in Umrissen aufzeigen zu können, wie daraufhin die Politik als Kommunikationsprozess sich ihre Gegenstände konstituiert und wie sie damit umgeht.“ (7) Letztlich geht es dem Autor darum, vermeintliche Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Nicht „Was ist Politik?“, sondern „Wie operiert Politik?“ könnte eine der zentralen Fragen lauten. Dabei wird der politische Prozess als radikal konstruierter und offener Prozess konzipiert. Meist unbewusst schafft Politik sich ihre eigenen Problemfelder, Gegenstände und Lösungsansätze. Vor allem aber definiert Politik auch selbst, was als „unpolitisch“ zu gelten hat, Politik konstruiert Nicht-Politik. Die angerissenen Fragen werden auf einer extrem hohen und allgemeinen Abstraktionsebene behandelt. Angesichts der komplizierten Materie und der bisweilen eigensinnigen Terminologie des Autors wäre eine konkretere Darstellungsform hilfreich gewesen. Erst im Nachwort kommt Bußhoff auf eine mögliche Anwendung zu sprechen, die zugleich offensichtlich Anlass für seine Überlegungen war: die gescheiterte Ratifizierung der EU-Verfassung, in deren Verlauf sich gezeigt habe, „dass die Wähler kein Europa wollen, in dem die Wählerschaft zur Manövriermasse von Berufspolitikern wird“ (164).
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.15.45 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Heinrich Bußhoff: Das Politische der Politik. Baden-Baden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25038-das-politische-der-politik_28962, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28962 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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