/ 21.06.2013
Hans-Peter Weinheimer
Bevölkerungsschutz in Deutschland. Kann der Staat seine Bürger schützen?
Hamburg/Berlin/Bonn: Verlag E. S. Mittler & Sohn GmbH 2008; 296 S.; brosch., 22,80 €; ISBN 978-3-8132-0894-8Der Autor, ehemaliger Oberst der Bundeswehr, betrachtet unterschiedliche Gefahren für die Sicherheit in Deutschland und formuliert auf dieser Basis Anforderungen an den Zivil- und Katastrophenschutz. Dabei beschreibt er – an Beispielen wie der Reaktion staatlicher Stellen auf die Vogelgrippe auf der Ostseeinsel Rügen oder Ereignissen wie dem Anschlag der Aum-Sekte mit Nervengas 1995 in der U-Bahn in Tokio – mögliche Bedrohungen durch radiologische, biologische und chemische Stoffe sowie durch Nuklearwaffen. Ein Ergebnis seiner Risikoanalyse sind zwölf Thesen zur Ausgestaltung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Grundtenor ist, dass über die bisherigen Kompetenzen der Bundesländer hinaus für den Schutz der Bevölkerung eine uneingeschränkte Zuständigkeit des Bundes notwendig sei und auch der Einsatz der Bundeswehr erleichtert werden müsse – und das mithilfe einer Grundgesetzänderung bei „national bedeutsamen Lagen“ (261) auch bei Katastrophen in Friedenszeiten.
Steffen Heinzelmann (STH)
Politikwissenschaftler, M. A., Press Officer, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS) Potsdam.
Rubrizierung: 2.343
Empfohlene Zitierweise: Steffen Heinzelmann, Rezension zu: Hans-Peter Weinheimer: Bevölkerungsschutz in Deutschland. Hamburg/Berlin/Bonn: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29943-bevoelkerungsschutz-in-deutschland_35486, veröffentlicht am 27.01.2009.
Buch-Nr.: 35486
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Politikwissenschaftler, M. A., Press Officer, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS) Potsdam.
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