/ 21.06.2013
Stefan Luft
Abschied von Multikulti. Wege aus der Integrationskrise
Gräfelfing: Resch Verlag 2006; 477 S.; pb., 19,90 €; ISBN 978-3-935197-46-5Luft sucht nach Wegen aus der von ihm diagnostizierten deutschen Integrationskrise, die sich vor allem in der Entstehung „ethnischer Kolonien“ (115) in Großstädten manifestiere. Er analysiert die geschichtliche Entwicklung der Zuwanderung und die Ursachen für das Scheitern der Integration, außerdem die Verhältnisse in den „ethnischen Kolonien“ am Beispiel Berlins. Die Auswertung von Strukturdaten ergibt eine „soziale Entmischung“ (159): gut situierte Einwohner verlassen die Bezirke, arme Bevölkerungsteile ziehen zu. So verwundert es nicht, dass die soziale Problembelastung in diesen Bezirken besonders hoch ist. Die wichtigsten Ansätze zur Lösung dieser Integrationskrise sieht Luft in der Bildung und in einer Erwerbstätigkeit vor allem der Jugendlichen. Das Konzept des Multikulturalismus aber sei gescheitert. Stattdessen sei ein neuer Realismus in der deutschen Integrationspolitik gefordert. Dabei gehe es nicht nur darum, die Zuwanderung besser zu steuern und zu begrenzen, den Zuwanderern müsse auch eine größere Verantwortung übertragen werden.
Charlotte Booth (CBO)
Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.35 | 2.325 | 2.343
Empfohlene Zitierweise: Charlotte Booth, Rezension zu: Stefan Luft: Abschied von Multikulti. Gräfelfing: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26977-abschied-von-multikulti_31485, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31485
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Studentin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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