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/ 20.06.2013
Amr Hamzawy

Zeitgenössisches politisches Denken in der arabischen Welt. Kontinuität und Wandel

Hamburg: Deutsches Orient-Institut 2005 (Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Vorderen Orients); 179 S.; 18,- €; ISBN 3-89173-089-6
Diss. Berlin; Gutachter: F. Büttner. - Es ist das Verdienst der Hamzawys, die Aufmerksamkeit der westlichen Forschung über die Region des Nahen und Mittleren Ostens weg von der Fokussierung auf meist ältere, säkulare und auf Englisch bzw. Französisch publizierende Autoren hin zu den kontroverseren Ansichten jüngerer nationalistischer und islamistischer Denker zu lenken, ohne jedoch liberale Ansätze zu vernachlässigen. Die von ihm untersuchten Themenkreise umfassen die Debatte über das Konzept der Zivilgesellschaft und die Rolle des Islams, die Folgen der Globalisierung für die kulturelle Authentizität arabischer Gesellschaften, die Entwicklungslinien des Islamismus und schließlich das Verhältnis zur westlichen Welt im Zuge der Ereignisse des 11. Septembers 2001 und des Zusammenbruchs des Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern. In seinem Resümee für die 90er-Jahre stellt er nur begrenzte Erneuerungen in den Debatten und die Dominanz islamistischer Denkströmungen fest, gegen die sich säkulare und reformorientierte Intellektuelle nur schwer behaupten können.
Lars Berger (LB)
Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
Rubrizierung: 2.632.22.222.23 Empfohlene Zitierweise: Lars Berger, Rezension zu: Amr Hamzawy: Zeitgenössisches politisches Denken in der arabischen Welt. Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23834-zeitgenoessisches-politisches-denken-in-der-arabischen-welt_27393, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27393 Rezension drucken
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