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/ 18.06.2013
Nuruddin Farah

Yesterday, Tomorrow. Stimmen aus der somalischen Diaspora. Aus dem Englischen von Klaus Pemsel

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2003 (edition suhrkamp 2320); 308 S.; 12,- €; ISBN 3-518-12320-3
Der Krieg gegen das Nachbarland Äthiopien und der anschließende Bürgerkrieg nach der Absetzung General Siad Barres 1991 haben dazu geführt, dass Millionen von Somaliern zu Flüchtlingen wurden. Der Autor, einer der bekanntesten afrikanischen Romanciers, hat selbst ebenfalls 25 Jahre im Exil verbracht. Mit seinem Buch will er einen Einblick geben in die Lebenssituation, die Ziele sowie das Denken und Fühlen der somalischen Flüchtlinge, die über verschiedene Länder verstreut leben. Farah hat zahllose Gespräche mit einer großen Anzahl von Flüchtlingen geführt. Allerdings präsentiert er keine wissenschaftliche Analyse oder systematische Darstellung. Das Buch hat vielmehr einen journalistischen, über weite Strecken fast schon einen romanartigen Charakter. In dem unstrukturierten Nebeneinander von Personen und Details gehen leider über weite Strecken der übergeordnete Zusammenhang und der zeitliche Horizont der Ereignisse verloren, sodass sich das Buch für die wissenschaftliche Arbeit nur wenig eignet.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.672.25 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Nuruddin Farah: Yesterday, Tomorrow. Frankfurt a. M.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20233-yesterday-tomorrow_23575, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23575 Rezension drucken
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