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/ 18.06.2013
Marcus Mohr

Waffen für Israel. Westdeutsche Rüstungshilfe vor dem Sechstagekrieg

Berlin: Verlag Dr. Köster 2003 (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik 9); 158 S.; 24,80 €; ISBN 3-89574-489-1
Die Beteiligung der Bundesrepublik am Sechstagekrieg und die wenig bekannte sicherheitspolitische Kooperation zwischen der Bundesrepublik und Israel werden mit dieser Arbeit näher beleuchtet. So wurde 1962 nach der zögernden Kontaktaufnahme zwischen Westdeutschen und Israelis, vorangetrieben von Konrad Adenauer und David Ben Gurion in den 50er-Jahren, ein Rüstungsabkommen abgeschlossen, mit dem die Bundesrepublik einen großen materiellen Beitrag zum Sieg Israels über die arabischen Staaten 1967 leistete. Dabei spiegelte die Auseinandersetzung innerhalb der deutschen Regierung und besonders die Konfrontation zwischen Außenminister Gerhard Schröder und den Verteidigungsministern Franz-Josef Strauß sowie Shimon Peres eine in beiden Staaten höchst umstrittene Außenpolitik wieder. Der Autor erhellt eine wichtige Phase der deutsch-israelischen Beziehungen auf zweifache methodische Weise. Politikwissenschaftlich bettet er seine Detailfrage in die sich erst allmählich etablierende westdeutsche Außenpolitik der jungen Bundesrepublik sowie in die Spezifika der Bonner Beziehungen zum Nahen Osten ein. Historisch zeichnet er den öffentlich immer noch wenig bekannten Aspekt der deutsch-israelischen Militärkooperation nach.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.214.222.634.41 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Marcus Mohr: Waffen für Israel. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20301-waffen-fuer-israel_23655, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23655 Rezension drucken
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