/ 22.06.2013
Andreas Rinke / Christian Schwägerl
11 drohende Kriege. Künftige Konflikte um Technologien, Rohstoffe, Territorien und Nahrung
München: C. Bertelsmann 2012; 429 S.; 21,99 €; ISBN 978-3-570-10120-9Der Band beginnt mit dem Satz: „Dieses Buch könnte Ihnen Angst machen.“ (9) Hinter seinem recht reißerischen Titel stecken aber nicht, wie man vermuten könnte, nur essayistische Abhandlungen über imaginierte, schlagzeilentaugliche „neue“ Kriege. Die Journalisten Rinke und Schwägerl präsentieren auch einen umfangreichen Faktenteil. Zudem stellen die Autoren gleich zu Beginn klar, dass sie nicht nur auf neue Gefahren hinweisen, die beispielsweise aus dem Klimawandel, knappen Ressourcen, neuen Technologien oder der demografischen Entwicklung erwachsen, sondern auch einen Beitrag zur Debatte über die Vermeidung eben dieser leisten wollen. Sie nehmen dabei einen kornukopianischen Standpunkt ein, indem sie das „im Kollektiv menschlicher Gehirne entwickelte Wissen“, das so schnell wachse wie nie zuvor, als Hoffnungsträger für eine friedliche(re) Zukunft benennen. Sie plädieren dabei für „Vorausschau und Vorbeugung“ (16). Während der Band eine theoretische und methodische Einbettung weitgehend vermissen lässt – etwa fehlt eine Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit der sogenannten neuen Kriege und der politikwissenschaftlichen Debatte dazu –, so ist er dennoch gut lesbar und weist auf einige zentrale Problemstellungen der Umweltkonfliktforschung hin.
Christiane J. Fröhlich (CJF)
Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
Rubrizierung: 4.41 | 4.42 | 4.43 | 4.45 | 2.2
Empfohlene Zitierweise: Christiane J. Fröhlich, Rezension zu: Andreas Rinke / Christian Schwägerl: 11 drohende Kriege. München: 2012, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/35264-11-drohende-kriege_42468, veröffentlicht am 27.09.2012.
Buch-Nr.: 42468
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Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
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