/ 07.11.2013
Joseph Abazaami
Synergies for Wealth Creation and Poverty Reduction through Agriculture in Ghana. The role of Non-Governmental Organisations
Essen: Klartext 2013 (Dortmund International Planning Series 59); 374 S.; brosch., 29,95 €; ISBN 978-3-8375-0802-4Diss. Dortmund; Begutachtung: E. Schmidt‑Kallert, D. Millar. – Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind etwa 239 Millionen Menschen in Subsahara‑Afrika unterernährt. Entsprechend ist die Bekämpfung des weit verbreiteten Hungers in dieser Region eine der größten Herausforderungen. Es gibt bereits eine Vielzahl an von NGOs initiierten Einzelprojekten, allerdings geht bislang viel Know‑how und Energie verloren, da die vorhandenen Synergiemöglichkeiten zwischen staatlichen, privaten und Nichtregierungs‑Organisationen nicht genutzt werden. Dieser Thematik widmet sich Joseph Abazaami: „The main question this study has sought to address is – how can synergies (in terms of potentials for partnership, collaboration and networking) – be harnessed for purposes of sustained wealth creation and poverty reduction through the agricultural advisory services of NGOs in the Upper East Region of Ghana?“ (37) Zunächst stellt der Autor den politisch‑historischen Kontext Ghanas vor, klärt sodann wichtige Begriffsverständnisse und Konzepte und geht außerdem auf für seine Forschungsfrage notwendige analytische Modelle ein. Anhand des Konzepts des Regional Rural Development untersucht Abazaami die landwirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen von CARE International und des Entwicklungsbüros der Diözese Navrongo‑Bolgatanga. Vor allem durch Feldschulen für Landwirte und Besuche vor Ort tragen sie dazu bei, dass die Kleinstfarmer das einheimische Wissen revitalisieren und lernen, es in Verbindung mit neuen Technologien anzuwenden. Durch Gespräche und Peer‑to‑Peer‑Lernen profitieren auch jene Landwirte von diesem Wissen, die nicht direkt dem kommunalen Netzwerk angehören, sodass die Maßnahmen der NGOs bereits weit ausstrahlen und erkennbar den Hunger und die Armut in den entsprechenden Zielgemeinden reduzieren konnten. Aufgrund dieser Erfolge entschied sich das Landwirtschaftsministerium die CBE‑Strategie (CBE = Community based Extension) zu institutionalisieren und sichert somit nachhaltig die Existenzgrundlage vieler Gemeinden. Besonders die Zusammenarbeit mit lokalen NGOs und anderen kommunalen Organisationen, durch die zum Teil dieselben Personen mit Aufgaben aus unterschiedlichen Projekten betraut sind, streicht Abazaami am Ende seiner Untersuchung als wesentlichen Synergieeffekt heraus, der für den Kampf gegen den Hunger Schule machen könnte.
Ines Weber (IW)
M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.67 | 2.22 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Ines Weber, Rezension zu: Joseph Abazaami: Synergies for Wealth Creation and Poverty Reduction through Agriculture in Ghana. Essen: 2013, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/36369-synergies-for-wealth-creation-and-poverty-reduction-through-agriculture-in-ghana_43241, veröffentlicht am 07.11.2013.
Buch-Nr.: 43241
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M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut für Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität Kiel.
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