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/ 04.06.2013
Gerald Boxberger

Sozialpolitik und Transformationsprozesse. Kosten der polnischen Transformation und ihre Minderung über staatliche Sozialpolitik und Selbsthilfeinitiativen

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1997 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 2.193); 279 S.; brosch., 89,- DM; ISBN 3-631-31728-X
Diss. Regensburg; Gutachter: H. P. Widmaier. - Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich staatliche Sozialpolitik und private Selbsthilfe angesichts wachsender Herausforderungen an den Sozialstaat ergänzen können. Der Verfasser wählt den diskurstheoretischen Ansatz von Jürgen Habermas, mit dessen Hilfe er am Beispiel Polens zeigt, wie Selbsthilfe eine Kompensation für zurückgehende staatliche Leistungen - vor dem Hintergrund der Transformationszwänge - darstellen kann. Die ausführliche Analyse der materiellen und immateriellen Effekte der Transformation in Polen bezieht die Betrachtung der Veränderung der staatlichen Sozialpolitik ein und veranschaulicht schließlich die Entstehung von Selbsthilfeinitiativen als Produzenten von Sozialpolitik. Insgesamt wird diese private Kompensationsleistung vom Verfasser als ein Grund dafür angesehen, daß die polnische Transformation trotz mit ihr einhergehender massiver sozialer Ungerechtigkeiten nicht gescheitert ist.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.622.22.262 Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: Gerald Boxberger: Sozialpolitik und Transformationsprozesse. Frankfurt a. M. u. a.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5281-sozialpolitik-und-transformationsprozesse_6944, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6944 Rezension drucken
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