/ 04.06.2013
Christian Stenner (Hrsg.)
Slowenische Steiermark. Verdrängte Minderheit in Österreichs Südosten
Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag 1997 (Zur Kunde Südosteuropas II/23); 433 S.; 58,- DM; ISBN 3-205-98690-3Der vom Geschäftsführer des Vereins "Alpen-Adria-Alternativ" herausgegebene Band behandelt Geschichte und Gegenwart der früher slowenischen, heute zweisprachigen Bevölkerungsgruppe auf dem Gebiet des Bundeslandes Steiermark aus Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen (Geschichte, Sprach- und Rechtswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft). Ein Beitrag zum aktuellen Stand der Minderheitenrechte rundet die Darstellung ab.
Aus dem Inhalt: Christian Promitzer: Das Ideal vom "reinen Volkskörper". Eine Chronologie des Verschwindens (147-166); Johannes Moser: Zwischenwelt. Die Suche nach Anerkennung und Identität in einem Dorf an der Grenze (235-250); Robert G. Minnich: Wie man an den Rändern moderner Staaten zu Bürgern wird. Einige Überlegungen zur politischen Implikation der Ethnizität, wie sie von mehrsprachigen Dorfbewohnern im "Dreiländereck" erlebt wird (251-295); Tom Priestly: Zur Rechtfertigung des Unentschuldbaren. Politische Manipulation ethnischer Bezeichnungen in Gebieten mit slowenischen Minderheiten in Österreich und Ungarn (297-344); Ralf Unkart: Sind die Slowenen in der Steiermark eine eigene Volksgruppe? (345-364); Vladimir Klemencic: Überlebensmöglichkeiten der nicht anerkannten Minderheiten der Slowenen in der Steiermark (365-380); Berel Lang: Minderheiten in einer Welt von Mehrheiten (381-405).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.4 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Christian Stenner (Hrsg.): Slowenische Steiermark. Wien/Köln/Weimar: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3642-slowenische-steiermark_4853, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4853
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Dr., Politikwissenschaftler.
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